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Heilsgeschichte









Nur die WEWELSBURG, die GRALSBURG kann uns erlösen!




AIRYANA VAEJO

HOMELAND OF THE ARYANS



Avesta Vendidad Rig Veda Aryan Airyana Vaejo (Eriene Veedjo) Job Land of Uz (Uzbekistan) Turkmenistan Kazakhstan Ice Age End Climate Change Mass Migrations Aryans from Extreme Deserts of Central Asia North and east of Iran, to the east of the Caspian Sea, and west of the Himalaya Mountains’ foothills, up to the Altai Mountains in central Russia, is a vast desolate and dry wilderness, larger than the area of Iran, where today are the countries of Turkmenistan, Uzbekistan, and Kazakstan, mostly unsuitable for farming, because of the lack of rainfall there, and suffering brutally cold winters, high winds, and blustery, short, yet scorching summers.

But that was the paradise of Airyana Vaejo, the ancient homeland of the Aryans, some of whom moved south, all the way to India, when the climate and thereby the ecosystem changed with the end of the Ice Age. Uzbekistan means Land of King Uz, who was a son of Aram, a son of Shem in Genesis 10 in the Bible, and Job lived in the Land of King Uz (who probably was still living then), when that land, as described in the Bible in the book of Job, was lush pastures, forests, and streams, whereas now, it is mostly barren land, the streams dried up, a completely different place than described in the book of Job from circa 2000 B.C.

Most scholars agree that the Persian/Aryan land of Airyana Vaejo (Eriene Veedjo), discussed in the Vendidad and Avesta, was to the north of Iran, just as I outline here, but it’s a mystery to them how that now barren vast expanse of dry windblown wilderness could have been the land of plenty described in the ancient books, because they don’t realize or admit that the Ice Age ended much later than they advertise, it ended circa 1500 B.C., when the Exodus occured, and when the Aryans fled from their homeland in Central Asia down to India, some of them settling in eastern Iran and western Afganistan on the way, where that land was later called Aria by Herodotus and Strabo, about a thousand years after the end of the Ice Age and the mass migrations which are documented to have been occuring in the centuries after the Ice Age, when the so-called Bronze Age collapsed, ushering in dramatic changes in populations and political and military spheres of influence.

The Avesta says that the winters in Airyana Vaejo went from short and mild to long and brutally cold, and the summers more severe, exactly what happened when the Ice Age ended, when the dense cloudcover of the Ice Age dissipated (because the oceans had cooled down to today’s temperatures), and so, the summers became hotter, with the winters much colder and longer, as the dense cloudcover, which provided much rainfall and shielding from the sun in the summer, and insulation in the winter, the conditions there during the Ice Age, when it was a land of plenty.


Wir schaffen das NEUE -AIRYANA VAEJO- , das NEUE "Land der Arier", das NEUE "Arische Paradies" !
Wir schaffen etwas, das seit 4000 JAHREN, nicht mehr gedacht oder versucht wurde!




NEUES BUCH


MYTHOS SCHWARZE SONNE
Karl Maria Wiligut /Weisthor, DER HEILIGE GRAL UND DAS GEHEIMNIS DER WEWELSBURG
von Rudolf J. Mund, Gerhard von Werfenstein

siehe: Seite "LEHRE" im Menü links!


EVOLUTIONSKRIEGE

DER DRITTE WELTKRIEG


Eine alte Prophezeiung:

Der Templerorden wird auferstehen und ÜBERMENSCHEN züchten, daraufhin werden die EVOLUTIONSKRIEGE ausbrechen.

Die Evolutionskriege werden von den Untermenschen zur Ausrottung der Übermenschen geführt werden.
Ein "festes Haus" wird den Übermenschen als Hauptquatier dienen.
Gott selbst, inkarniert im "höchsten Menschen" wird die Übermenschen anführen.
Am Ende werden die Übermenschen siegen und die Welt beherrschen.


Wir können diese Prophezeiung auf den ONT beziehen:

-der ONT ist die Wiederauferstehung des alten Templerordens
-der ONT hat Pläne zur Züchtung von Übermenschen im Baltikum
-das "feste Haus" kann das Ordenszentrum des ONT sein

Lasst uns alle Kräfte sammeln!
Die EVOLUTIONSKRIEGE stehen bevor!




DIE BLUTGÖTTER

DIE BLUTMEISTER




Über die BLUTGÖTTER und die BLUTMEISTER

Hinter der Kreuzigung und dem Gral (Gefäss des reinen Blutes von Frauja-Christus), sowie dem Abendmahl (Kult des reinen Blutes) steht eine Geheimreligion.
Die Religion die die BLUTGÖTTER als die obersten Götter verehrt und die den BLUTMEISTERN (den obersten Priester der Blutgötter) folgt.

Das alte Ägypten war eine Kolonie von Atlantis,
Atlantis - das Land der Pyramiden!

Die alten Götter von Ägypten sind die Götter von ATLANTIS! Die Blutgötter!
Atlantis ging unter im Blutkrieg.

Der Blutkrieg brach aus nach der Kreuzigung des Gottes Frauja-Christus, das Symbol hierfür ist das Henkelkreuz.

HEIL DEN BLUTGÖTTERN!








Neutemplersiedlung
ARIERLAND WEWELSBURG
(Airyana Vaejo)

INTERARISCHES SIEDLUNGSPROJEKT





Der ONT möchte die Neutemplersiedlung "ARIERLAND" Wewelsburg erschaffen.
Hierzu sollen im Umkreis von 30 Kilometern um die Wewelsburg ALLE Häuser erworben werden.

Wir rufen die Hausbesitzer im diesem Gebiet dazu auf dem ONT Häuser aller Art zu stiften oder günstig zu verkaufen!
KONTAKTAUFNAHME bitte per E-Mail:
THT23@aol.com

Wir danken allen Förderern bereits im voraus!

Das Siedlungsprojekt hat allerhöchste Priorität!
Es wird in Zusammenarbeit mit der THULE-Gesellschaft durchgeführt!

PADERBORN soll zur ersten ARISCHEN GROßSTADT werden!
Der Paderborner Dom soll in einen Tempel für die arischen Götter umgewandelt werden! Ebenso alle anderen religiösen Gebäude in diesem Gebiet!

Die Wewelsburg ist für uns die HEILIGSTE BURG!
Die Heilige Wewelsburg wurde von dem Ariosophen -Karl Maria Wiligut- konzipiert.

Die HEILIGE WEWELSBURG soll das Zentrum einer arischen Gross-Siedlung werden!

Interarisch
Es ist das erste INTERARISCHE Siedlungsprojekt der Neuzeit!


Die Siedlung soll dann später erweitert werden und von Wewelsburg bis zum Harz reichen, mit Quedlinburg und der tief im Harzgebirge liegenden Burg Wolfenstein (Ruine, Wiederaufbau geplant) mit ihren riesigen unterirdischen Anlagen.

Das Ziel ist unverrückbar:
Das die ARIOSOPHIE durch planmässige Züchtung aufgebaut wird!

Unterstützen Sie den interarischen Gedanken!
Werden Sie Förderer des Siedlungsprojektes!






Warnung an die Menschheit!


Unser grosser Prophet und Erlöser Dr. Lanz von Liebenfels
schreibt im Bibliomystikon, Band 4,3 auf Seite 86/87:
"Der russische Sowjetprofessor I,I, Iwanow hat von der Sowjet-Regierung und den Franzosen Calmette und Roux unterstützt, das scheussliche Experiment versucht, und Menschen und Menschenaffen gekreuzt, das als Resultat ausgesprochene Tiermenschen ergab.
Die Sovjetregierung wollte dadurch den experimentellen Beweis der Abstammung des Menschen vom Affen erbringen, brachte aber den experimentellen Beweis für das Gegenteil, nämlich für meine These: dass die Menschenaffen Degenerationen des Vormenschen sind. Also auch diese These der Ariosophie wurde gerade von ihren Gegnern auf glänzende bestätigt.
Ich wage heute noch eine kühnere Behauptung:
Es wird in der Zukunft gelingen, und zwar durch Ausgestaltung der Sekret- und Hormonforschung, beliebige Arten, auch der längst ausgestorbenen Hominiden-Arten wieder lebendig herauszumutieren. Ich überlasse es der Phantasie der Leser, das übrige sich selbst auszumalen. Es besteht nur eine Gefahr, dass dies Geheimnis in die Hand der Satans-.... gelangt.
Diese Gefahr besteht, wie man schon daraus ersehen kann, dass sich gerade die Sowjetregierung dafür so lebhaft interessiert.
Die Gegenpartei der Christen und Arier, muss da zugreifen und zwar schnell, oder zu mindest die arisch-christlichen Forscher in ihren Arbeiten und Forschungen unterstützen und nicht hindern. Sonst geht die Menschheit einer neuen Drachen- und Dämonensintflut entgegen. Ich habe diese heikle Sache auch nur deswegen berührt, um die Verantwortlichen rechtzeitig zu warnen und mir keine Lässigkeit zuschulden kommen zu lassen."


Der Erlöser spricht hier noch selbst die schreckliche Warnung aus!
Zwischenzeitlich ist die Prophezeiung Wirklichkeit geworden!
Die Sovjetunion und der ganz Ostblock war übersäht mit derartigen Zuchtstätten für Vormenschen und Neanderthaler!
Der Grossmeister-ONT hat persönlich solche (inzwischen verlassenen) Labor-Anlagen der Sovietarmee in der Umgebung von Berlin, Magdeburg und Leipzig sowie in Polen und im Baltikum besucht.

Die Sovietmacht hat tatsächlich Neanderthaler gezüchtet!

Das Erbmaterial im Ostblock wurde im grossen Stil mit nicht-menschlichem Genmaterial von Vormenschen und Neanderthalern verseucht.
Dies ist eine der schrecklichsten Taten des Sovietregimes, welche fortwirkt und heute, in der Gegenwart, schrecklichste Auswirkungen hat!

Es besteht jedoch eine noch grössere Gefahr: die Züchtung von Dämonozoa (geflügelte Vorzeitwesen), woran von der dunklen Bruderschaft zur Zeit gearbeitet wird!
Daran wird sowohl in Russland alsauch in den USA und an anderen Plätzen weltweit gearbeitet!
Die dunkle Bruderschaft steht sowohl hinter den Logen, der Freimaurerei alsauch hinter der von ihr gegründeten Soviet-Bewegung!

Nur der ONT hat diese Gefahr erkannt und arbeitet an Gegenmassnahmen wie der Erschaffung von THEOZOA!


Fördern Sie unsere Arbeit zur Rettung der Menschheit durch persönlichen Einsatz, Mitgliedschaft oder Spenden!

Sie erreichen den Grossmeister ONT per E-Mail: THT23@aol.com



Geheimwaffe


Nach Berichten von Kriegsteilnehmern wurden deutsche und rumänische Truppen in der Sovietunion an der Front an einigen wenigen entscheidenden Punkten von nicht-menschlichen Wesen angegriffen, einer Art von Neanderthalern.
Diese offenbar von den Soviets gezüchteten Kreaturen waren eine Art "Geheimwaffe", u.a. in den Endkämpfen um Stalingrad. Nach der Kapitulation gingen über 100000 Soldaten in sovietische Kriegsgefangenschaft, davon kehrten nur 6000 in ihre Heimat zurück, 94000 kamen um. Ein Teil dieser Kriegsgefangenen soll in Käfigen gehalten worden sein und war für die Neanderhalern bestimmt "wie die Maus für die Katze". Detailierte Berichte hierüber liegen vor, können hier jedoch hier nicht veröffentlicht werden weil sie zu grauenerregend sind!!


THEOSOPHIE
Die Ariosophie als höchste Stufe der Theosophie


Die ARIOSOPHIE ist die höchste Stufe der Weltlehre der THEOSOPHIE, das intensive Studium der THEOSOPHIE ist als Grundlagenwissen der ARIOSOPHIE unverzichtbar!
Alle THEOSOPHIE wird sich zur ARIOSOPHIE entwickeln, zur höchsten Stufe menschlicher Religion!

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Das Wort Theosophie (griechisch „Göttliche Weisheit“) bezeichnet allgemein religiöse Bestrebungen, Erkenntnisse über Gott, Götter oder das Göttliche auf einem Weg intuitiver Schauung zu suchen, wie sie in den mystischen Lehren von Jakob Böhme, Friedrich Christoph Oetinger und Louis Claude de Saint-Martin, der jüdischen Kabbala, in Teilen des islamischen Sufismus und der antiken Gnosis auftreten.
In einem engeren Sinn bezeichnet Theosophie die durch die Okkultistin Helena Petrovna Blavatsky (1831–1891) begründete esoterische Weltanschauung. Diese nimmt insbesondere Bezug auf Inhalte indischer Religiosität und Spiritualität und erhebt den Anspruch, einen gemeinsamen, wahren Kern in allen Religionen aufzeigen zu können und daher eine „allumfassende Bruderschaft der Menschheit“ zu begründen.
Begriff
Es liegen zwei unterschiedliche Begriffsbestimmungen vor:
Der religionswissenschaftliche Begriff „Theosophie“, wie er von Religionshistorikern und Esoterikforschern definiert wird. Hier wird Theosophie als eine Spielart der Mystik betrachtet. Im Gegensatz zur Theologie, die religiöse Inhalte rational-reflektierend bearbeitet und ihre Aussagen aus der Auseinandersetzung mit religiösen Dokumenten gewinnt, sucht diese „traditionelle“ Theosophie nach individuellen göttlichen Eingebungen oder einem „geistigen Schauen“ und will damit die Prinzipien des Erfahrens und Erkennens auf das Feld des Religiösen ausweiten.[1][2][3][4] „Theosophie“ im Sinne der Lehre Helena Petrovna Blavatskys. Hier wird Theosophie als Offenbarung höherer Wahrheit, die aus einem göttlichen Zentrum im Inneren des Menschen stammen soll, betrachtet. Nach diesem von konkreter historischer Forschung losgelösten Verständnis werden viele mystische, okkulte und gnostische Traditionen als „Theosophie“ bezeichnet
Zur Geschichte der „klassischen“ Theosophie
Ähnliche Denkansätze wie in der Theosophie lassen sich bis in die Spätantike zurückverfolgen. So findet es sich bei Vertretern des Neuplatonismus, der Gnosis und der Kabbala. Ausgehend vom Lebenswerk des jüdischen Religionswissenschaftlers Gershom Scholem wird im heutigen Judentum der größere Teil der jüdischen Mystik der Kabbala und des Chassidismus als „jüdische“ Theosophie bezeichnet (siehe Abschnitt „Die jüdische Theosophie“). Die Kabbala fand auch außerhalb der jüdischen Religion Verbreitung. Frühe Zeugen dafür sind z. B. Pico della Mirandola (1463–1494) mit seinen 72 Kabbalistischen Thesen, Johannes Reuchlin (1455–1522) mit De verbo Mirifico und De arte Cabalistica, Christian Knorr von Rosenroth (1636–1689) mit Kabbala denudata und Die kabbalistische Lehrtafel der Prinzessin Antonia (Bilderschrein in Bad Teinach).[8] Hierbei fand eine Umdeutung kabbalistischer Auffassungen ins Christliche statt. Über Knorr v. Rosenroth und Franz Mercurius van Helmont (1618–1699) gingen christlich-kabbalistische Lehren in die Ideenwelt der „Bruderschaft der Gold- und Rosenkreuzer“ ein.[9]
Die moderne Esoterikforschung unterscheidet erstens die vor allem von Jakob Böhme ausgehende christliche Theosophie und zweitens die durch Helena Petrovna Blavatsky eingeführte „moderne“ Theosophie. Die von Jakob Böhme repräsentierte „klassische“ Theosophie schloss an die Theologie Martin Luthers an, insbesondere an dessen Forderung, neben dem Studium der Bibel einen individuellen Zugang zum Göttlichen zu suchen. Der frühe Luther war gegenüber dem mystischen Christentum nicht abgeneigt und gab sogar die wichtige mystische Schrift Theologia deutsch heraus, welche deutlich an den Lehren des Meister Eckhart anknüpfte. Die christlichen Theosophen und Mystiker verstanden ihre Lehren daher auch als „zweite“, geistige und damit eigentliche Reformation, welche die Reformation der Kirche durch Luther erst zum wirklichen Ziel bringen sollte.
Der Gedanke der „zweiten“ Reformation gewann besonderen Einfluss auf die Rosenkreuzerschriften des Johann Valentin Andreae (1586–1654) und auf den Pietismus, besonders auf das legendenumwobene Werk des Johann Arndt (1555–1621), Vier Bücher vom wahren Christentum, welches als direkter Wegbereiter der mystisch-theosophischen Lehre des Emanuel Swedenborg (1688–1772), vor allem seines abschließenden Hauptwerkes Die wahre christliche Religion gelten kann. Durch Swedenborg fanden christlich-theosophische Ideen auch in das Werk Goethes Aufnahme.
Im frühen 18. Jahrhundert entwickelte sich eine stärker intellektuell ausgerichtete Theosophie, deren wichtigster Vertreter Friedrich Christoph Oetinger war. Drittens kann eine spekulative Phase in der Vorromantik und Romantik mit den Hauptvertretern Louis Claude de Saint-Martin und Franz von Baader unterschieden werden. Diese christliche Theosophie hatte Fortsetzungen bis ins 20. Jahrhundert hinein durch Nikolai Alexandrowitsch Berdjajew, Leopold Ziegler, Valentin Tomberg und mit Abstrichen auch durch Rudolf Steiner.[10]
Neben den genannten theosophischen Strömungen traten auch in der Freimaurerei theosophische Ideen auf. Hierfür stehen etwa Persönlichkeiten wie der legendäre Graf von Saint Germain (1696−1784), Cagliostro (1743–1795), Johann Baptist Krebs (1774–1853), Karl von Eckartshausen (1752–1803), Karl Christian Friedrich Krause (1781–1832), Albert Pike (1808–1891) oder John Yarker (1833–1913).[7][6]
Zur Geschichte der „modernen“ Theosophie
An die freimaurerische Rezeption der angeblichen „antiken“, „ägyptischen“, „indischen“ Mysterien usw. wie an ihrem Bruderschaftsideal, ihrer Ethik knüpfte dann die „moderne“ theosophische Lehre an, und verband sie mit den esoterischen Lehren des tibetischen Buddhismus und den vielfältigen „Geheimlehren“ der indischen Religionen.
Die Herausbildung der Lehren in der ersten Generation:
Die frühe Phase
Die Geschichte der „modernen“ Theosophie beginnt am 17. November 1875 in New York mit der Gründung der Theosophischen Gesellschaft. Das Neue an dieser Gesellschaft war, dass sie die in okkulten Orden vertretenen geheimen Lehren, die überwiegend nach dem Vorbild des Gradsystems Freimaurer organisiert waren, bis zu einem gewissen Grade öffentlich in einer nach demokratischen Vereinsrecht gebildeten Körperschaft verbreiten wollte. Die Gründer der Theosophischen Gesellschaft, besonders ihr gewählter Präsident Henry Steel Olcott hatten sich mehrere Jahre zuvor stärker für den Spiritismus interessiert. Er begann sich aber, wie auch Blavatsky bereits kurz vor der Gründung in scharfer Kritik vom Spiritismus abzugrenzen. Diese Kritik fand dann in Helena Blavatskys erstem Hauptwerk Isis entschleiert (1877) ihren deutlichen Ausdruck, welche der jungen theosophischen Bewegung eine Gegnerschaft spiritistischer Kreise eintrug, die bis heute fortdauert. Von Blavatskys Kritik ausgenommen wurde vor allem das Werk des Allan Kardec, bei welchem einige der späteren Lehren Helena Blavatskys, und Alfred Percy Sinnetts bereits angedeutet werden (z. B. Reinkarnation, die Lehre von der Wiederverkörperung der Planeten).
Die New Yorker Theosophische Gesellschaft von 1875 trug noch viele Merkmale älterer esoterischer Organisationen an sich. Auch die damals formulierten sieben Ziele der Theosophischen Gesellschaft enthielten nicht das spätere Hauptziel, den Kern einer allumfassenden Bruderschaft der Menschheit zu bilden.
In dem aus zwei Bänden bestehenden Hauptwerk dieser Phase, Isis entschleiert, werden hauptsächlich die europäischen Traditionen der Esoterik behandelt, so vor allem Mysterienströmungen, Kabbala (an der Version der Kabbalah denundata orientiert) und Magie. Reinkarnation im Sinne des Allan Kardec wird verneint, und stattdessen von Metempsychose (im Sinne von Seelenwanderung) gesprochen. Echte hinduistische und buddhistische Einflüsse kommen im Vergleich zu späteren Arbeiten Blavatskys nur selten im Werk vor, und knüpfen dann oft an die Arbeiten des Louis Jacolliot an. Die meisten der späteren Ideen des Werkes Die Geheimlehre finden sich hier allerdings bereits im Keimzustand. Es werden die antiken, wie auch die zeitgenössischen nichtchristlichen Religionen gegenüber dem Christentum und der Wissenschaft des 19. Jahrhunderts verteidigt.
Die mittlere Phase
Mit der Übersiedlung Blavatskys und Olcotts nach Südindien (Madras) nahmen die Theosophische Gesellschaft, ihre Ziele und Lehre die endgültige Form an. Die Begründung des 1. Zieles wurde, wie behauptet wird, auf Weisung der geheimnisvollen Mahatmas durchgeführt, knüpfte aber auch an eine südindische Bewegung (ca. 1867) des Yoga-Lehrers Ramalingam an, dessen tausende Anhänger jedoch mehr an seinen angeblichen Wundern d. h. okkulten Phänomen interessiert waren, was später auch ein Kennzeichen des Wirkens Blavatskys in Indien wurde.
Nach Ankunft in Indien begannen H. P. Blavatsky und H. S. Olcott sich öffentlich gegen die kolonialistische Zerstörung und die rassistische Abwertung der einheimischen Kultur der indischen Völker zu wenden.[11] Sie waren überhaupt die ersten Europäer/Amerikaner, die den Indern begreiflich machten, dass die indischen Philosophien und Religionen derjenigen der europäischen Unterdrücker nicht unterlegen sind, und verteidigten so die indische Kultur gegen die rassistische Entwertung der Kolonialmächte.[12] Blavatsky und Olcott verknüpften auch ihre junge Organisation in Indien mit der indischen Reform- und Freiheitsbewegung Arya Samaj (Gemeinschaft(samaj) der sittlich ehrenhaft Lebenden (arya)) zur Theosophical Society of the Arya Samaj. Nach einer kurzen aber intensiven, auch inhaltlichen Verbindung mit der indischen Reformbewegung und deren Gründer Dayananda Saraswati ging die Theosophische Bewegung eigene Wege.
Helena Blavatsky und Henry Olcott konvertierten zum Buddhismus und legten in Sri Lanka im Mai 1880 öffentlich das fünffache Laiengelübde ab. Viele Singhalesen traten der Theosophischen Gesellschaft bei, u. a. der junge Anagarika Dharmapala 1864–1933.[11] Olcott unterstützte massiv die Reformierung des singhalesischen Buddhismus in Sri Lanka und schrieb zu diesem Zweck einen „Buddhistischen Katechismus“ (1881), welcher zum Lehrbuch an buddhistischen Schulen in Sri Lanka wurde.[13] In dieser Zeit wurde die tiefe Verbundenheit der Ideenwelt der „modernen“ Theosophie mit den spirituellen Strömungen des Hinduismus und des Buddhismus begründet – seit damals ein wesentliches Merkmal vor allem der Lehrart der Theosophischen Gesellschaft Adyar Die hinzuströmenden neuen indischen Mitglieder brachten vieles aus ihren eigenen Religionen ein, so z. B. Damodar K. Mavalankar die Bezeichnung „Mahatman“ für jene postulierten spirituellen Meister, die bis dahin immer nur „die Brüder“ hießen.
Der Mitbegründer und spätere Generalsekretär des Indischen Nationalkongresses (INC) Allan Octavian Hume[14] und der Journalist und Redakteur Alfred Percy Sinnett wurden 1878/79 Mitglieder der Theosophischen Gesellschaft in Indien. Sinnett veröffentlichte 1883 sein Werk Esoteric Buddhism, welches Aufstellungen enthält, die auf seinen Briefkontakt zu den legendären Mahatmas beruhen sollen. Der Ideenkreis der bisherigen modernen theosophischen Lehre wurde darin deutlich verändert und erweitert. Es nimmt wesentliche Momente des mehrbändigen Werkes Die Geheimlehre vorweg. Allerdings wurden einige Behauptungen des Buches später von H. P. Blavatsky verworfen, insbesondere der Titel Esoteric Buddhism. Der Inhalt sei nicht „esoterischer Buddhismus“, sondern lehre Teile der Weisheitsreligion, die das Erbe aller Nationen und Religionen des Erdenrunds seien. 1888 erschien das für die theosophische Gedankenwelt bis heute zentral gebliebene Buch Licht auf den Pfad von Mabel Collins, das shloka-ähnliche Lehrsätze enthält, die den verborgenen theosophischen Pfad spiritueller Entwicklung beschreiben. Es kann als Vorläufer des Buches Die Stimme der Stille verstanden werden, das Blavatsky 1889 herausgab, und das die Thematik des verborgenen Pfades ähnlich behandelt.
In theosophischen Zeitschriften wie z. B. The Theosophist oder der von Wilhelm Hübbe Schleiden herausgegebenen Sphinx wurden von Blavatsky, Olcott u. a. viele Artikel veröffentlicht, welche die theosophischen Lehren umformen und ihre Ideen auf das 1888 in zwei Bänden erscheinende Werk Die Geheimlehre von H. P. Blavatsky zulaufen ließen. Dieses ist das grundlegende Werk der gesamten modernen Theosophie. Es enthält die für alle theosophischen Gesellschaften maßgeblich gewordenen Lehren, wenngleich nicht in systematisierter Form. Spätere Autoren haben daher versucht, die Lehren vereinfachend zu systematisieren, wodurch sich die Keimlinge der verschiedenen Lehrmeinungen herausbildeten.
Die späte Phase
Mit ihren Büchern Die Stimme der Stille (1889) und Der Schlüssel zur Theosophie (1889), sowie der Begründung der Esoteric Section (ES) vollendete Blavatsky ihr Lebenswerk, gab der von ihr mitbegründeten Theosophischen Gesellschaft (TG) richtungweisende Leitideen und neue Strukturen. Die Stimme der Stille ist eine umfassende Darlegung des spirituellen Pfades und eine Warnung vor der Versuchung, nach niederen okkulten Kräften zu streben. Der Schlüssel öffnet dagegen die Türen zur theosophischen Praxis und Theorie, beantwortet wichtige Fragen zu Sinn und Ziel der Gesellschaft und Mitgliedschaft und klärt die Haltung der Gesellschaft zu wichtigen Fragen der Gegenwart (etwa zur „sozialen Frage“). Es wird das hohe Ethos der Theosophie zusammengefasst und zur Selbstverpflichtung empfohlen. Um der inzwischen exoterisch gewordenen Grundrichtung der TG entgegenzuwirken, organisierte Blavatsky angeblich ein- bis zweitausend Theosophen in der ES.[11]
Dort gab sie viele mündliche Unterweisungen, aber auch zahlreiche gedruckte Lektionen esoterischerer Art. Erste Systematisierungen einiger Aufstellungen der Geheimlehre erfolgten durch Annie Besants The Seven Principles of Man (1892) und William Quan Judges Das Meer der Theosophie (1893). Besonders das Werk Franz Hartmanns gehört in diese Phase der theosophischen Bewegung. Seit Anfang der 1890er Jahre bemühte sich dieser auch um ein theosophisches Rosenkreuzertum.[15] Die Ausbildung der theosophischen Lehren bekommt in dieser Spätphase seine endgültige Prägung. Die lebendige und offene Entwicklung dieser Prägung in der 2. Generation moderner Theosophen brachte zunächst modifizierte Lehrmodelle hervor, bevor unter Berufung auf eigene Kontakte zu den Mahatmas oder eigener übersinnlicher Wahrnehmungsfähigkeit die Lehren Erweiterungen erfuhren, die jeweils nur ein Teil der Gesamtbewegung akzeptieren konnte.
Nach dem Tod Blavatskys 1891 kam es innerhalb der TG zum Streit. 1895 spaltete sich die TG (siehe Judge Case) in zwei große Richtungen, einerseits die sogenannte Theosophische Gesellschaft Adyar (Adyar-TG) unter der Führung Olcotts und andererseits die Theosophische Gesellschaft in Amerika (TGinA) unter William Quan Judge.
Die Adyar-Richtung hat ihren Hauptsitz in Adyar bei Madras, Indien, wo sie für lange Zeit eine nicht unbedeutende Rolle in der indischen Gesellschaft spielte. Die TGinA zog von New York nach Point Loma, Kalifornien, wurde daraufhin „TG-Point Loma“ genannt, später nach Covina, daher „TG-Covina“, und schließlich nach Pasadena, wo sie sich heute (2007) noch befindet und unter „TG-Pasadena“ bekannt ist. In Point Loma entstand Anfang des 20. Jahrhunderts unter der Leitung von Katherine Tingley, der Nachfolgerin von Judge, und später auch Gottfried de Purucker, die theosophische Community Lomaland mit einer theosophischen Universität, an der unter anderem Sanskrit gelehrt wurde.
Sowohl von der TGinA als auch der Adyar-TG spalteten sich in den folgenden Jahren und Jahrzehnten zahlreiche Logen ab und gründeten eigene, zum Teil konkurrierende Organisationen.
Dies führte zu einer verwirrenden Zahl von unterschiedlichen Theosophischen Gesellschaften, die jedoch alle von sich behaupten, die „wahre“ und „echte“ Theosophie zu vertreten. In Österreich erhielt Friedrich Eckstein im Juni 1886 eine von Helena Petrovna Blavatsky persönlich unterzeichnete Stiftungsurkunde für die Wiener Loge der Theosophie. Damit gründete er 1887 die erste offizielle Loge der Theosophischen Gesellschaft in Österreich mit sich selbst als Präsidenten.[16] Eckstein war mit Gustav Meyrink befreundet und hatte guten Kontakt zu dem Theosophen Henry Steel Olcott. Der junge Rudolf Steiner wurde von Eckstein mit der theosophischen Lehre vertraut gemacht. In Deutschland ist noch eine von Franz Hartmann beeinflusste Internationale Theosophische Verbrüderung (ITV) zu nennen, nach ihrem Gründer „Hartmannianer“ genannt.
Aus der zur Adyar-TG gehörenden Deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft ging 1912/13 die Anthroposophische Gesellschaft unter Rudolf Steiner hervor. Die Gründe für diese Abspaltung waren vor allem die Hinwendung der Adyar-TG zum Hinduismus unter der neuen Präsidentin Annie Besant seit 1907 und die Verehrung Jiddu Krishnamurtis als wiedergeborener Christus und kommender Weltlehrer im Order of the Star in the East, die mit seiner „Entdeckung“ durch Charles W. Leadbeater im Jahre 1909 einsetzte.
Neben den genannten sind zahlreiche andere religiös-reformerische und esoterische Organisationen aus der Theosophie hervorgegangen oder haben Einflüsse aus ihr aufgenommen.
Im deutschen Kontext bedeutend war die Ariosophie des Guido von List. List griff Inhalte der Theosophie wie die Wurzelrassentheorie, auf und verband sie mit der völkischen Runenlehre. Seine Lehren sind aber in vielen wesentlichen Grundsätzen deutlich verschieden von den theosophischen Lehren.
Die Religionen entstanden, als der Menschen aus seiner träumerischen Einheit von Mensch, Welt und Gott herausgerissen wurde. Diesen scheinbar ewig unüberschreitbaren Abgrund, über den nur Gottes leitende, gesetzgebende Offenbarungen als Stimme dringt, bildet die Ursache und Grunderfahrung aller jüdischen Mystiker. Aus dieser Erfahrung heraus entsteht das mystische Bestreben, innerhalb des sittlich-religiösen Handelns des Einzelnen sowie der Gemeinschaft, die Seele über den Abgrund zur lebendigen Erfahrung der Gotteswirklichkeit zu leiten. Insbesondere die jüdische Theosophie der chassidischen Mystik und der Kabbalisten gerät dabei in einen Dauerkonflikt mit der streng monotheistischen Religion eines persönlichen Schöpfergottes einerseits und der Philosophie des Judentums andererseits.
Die christliche Theosophie Jakob Böhmes
Jakob Böhmes Lehre entwickelte sich aus seinem intensiven Ringen um Gottes- und Naturerkenntnis, die sich ihm im mystischen Erleben erfüllte. In seinem ersten Werk Aurora oder Morgenröte im Aufgang schildert er erstmalig Ergebnisse seines Innewerdens göttlichen Wesens. Göttliches und Natürliches, Geistiges und Leibliches verschmelzen darin zu einer geschauten Einheit, die er in dem Bild der anbrechenden Morgenröte beschreibt, welches zugleich den Anbruch einer „neuen Reformation“ ausdrückt.[18][19]
In späteren Werken wird das in der Morgenröte Enthaltene, das Böhme selbst für unfertig hielt, weiter ausgeführt.[20][21][22] Sein Hauptwerk ist sein Buch Mysterium magnum.
Der „Philosophus Teutonicus“, wie Böhme auch genannt wurde, verstand seine Lehre als ewiges Wissen, das ihm vom alles durchdringenden „Grund und Ungrund“ (Gott, dessen Existenz ohne jeden Grund ist) offenbart wurde.[19] Das Erlebnis dieser Offenbarung nennt er ein „kommen in das Ganze“, das dem Menschen möglich wird, wenn er alles Eigene verlässt und wieder das „göttliche Auge zum Sehen“ bekommt.[23]
Die Vernunft des Menschen gilt ihm als Gehäuse, „darin des wahren Verstandes göttliche Erkenntnis“ ist. Er drückt dies auch so aus: „Gott hat mir die Weisheit gegeben, nicht Ich, der Ich der Ich bin, weiß es, sondern Gott in mir.“ Wie die göttliche Erkenntnis innerhalb der Vernunft im Menschen wirkt, so die himmlische Weisheit innerhalb der Natur als allumfassende Offenbarerin des verborgenen Gottes. In der mystischen Lehre vom verborgenen Gott kann eine Parallele zu Martin Luthers theologischer Lehre gezogen werden. Im Unterschied zu Luther jedoch, schaut Jakob Böhme alle Dinge in unmittelbarer Gottdurchdrungenheit, die durch Sophia gesehen werden könne.[23][24][19]
Die göttliche Sophia wird im theosophischen System Böhmes auch in Begriffen wie „Auge“ und „Spiegel“ beschrieben in dem der Ungrund sich selbst erkennt. Dieser Spiegel wird als unoffenbar vorgestellt, und von Böhme als „Spiegelglast“ bezeichnet. Unter „Glast“ versteht er die Schattenfiguren in einem Spiegel. Dieser Spiegel werde offenbar, wenn sich die göttliche Trinität selbst gebärt. So seien in der Weisheit alle Dinge der Natur gespiegelt bzw. die Weisheit gebäre die Wissenschaft aller Dinge. Diese kann dem Menschen durch Selbstoffenbarung Gottes im Gemüt zugänglich werden. So versteht Jakob Böhme seine Lehre dann auch als „Göttliche Wissenschaft“.[23]
Religionsgeschichtlich kann eine Wurzel für Böhmes theosophische Lehre in der sophianischen Mystik des „apokryphen“, alttestamentarischen „Buch der Weisheit“ gefunden werden, eine Mystik die durch Böhme kreativ erweitert wird. In der gleichnishaften Darstellung wird Sophia (die Weisheit) als Jungfrau symbolisiert, die mit Adam im Paradies war. Als der Lustgeist dieser Welt sich des Adam bemächtigte, entfloh die Jungfrau Sophia, und Adam bekam Eva zur Gemahlin. Die himmlische Jungfrau wartet nun auf die Rückkehr der Adamskinder zu ihr, um sich mit ihnen in der „Himmlischen Hochzeit“ zu vermählen. Sie ist „die Mutter darin der Vater wirket“. Sie kann als Theosophia oder Christosophia bezeichnet werden.In diesem tiefgehenden, imaginativen Bild kann sich das Selbstverständnis der Theosophie Böhmes erschließen.Durch die mystische Hochzeit gelangt der Mensch in das Paradies zurück, von dem Böhme sagt es sei in der Natur, lediglich der Mensch sei nicht darin.[24]
Die „himmlische Jungfrau“ war für Böhme nicht nur ein abstraktes Prinzip, sondern lebendige Gestalt, die er nach eigener Aussage schauen, erleben konnte, was einer seiner grundlegenden Idee entspricht: „Es gibt nichts Geistiges ohne Leibliches!“ Sie ist selbst keine Person, doch die Person (das Selbst) des jeweiligen Menschen erscheint in ihr, wie in einem göttlichen Spiegel. Aus der Vereinigung mit der himmlischen Weisheit (gemeint ist eine Vereinigung übergeschlechtlicher Natur, d. h. geistiges Einswerden) sollen seine Einsichten, die er in seinen insgesamt umfangreichen Schriften darlegt, entstanden sein. In seinem Werk Beschreibung der drei Principien göttlichen Wesens schildert Böhme ein solches mystisches Erlebnis der (Theo)Sophia in wuchtiger Dramatik. Jakob Böhme gibt in seinen Schriften einen ausführlichen christlichen Meditationsweg an, welcher den Menschen zur himmlischen Sophia führen soll.[24][25]
Die christliche Theosophie Emanuel Swedenborgs [Bearbeiten] Emanuel Swedenborg (1688–1772) stellte sein Leben von 1710 bis etwa 1744 in den Dienst am Fortschritt der Wissenschaften und der industriellen Revolution des staatlichen Bergbauwesens Schwedens mit ihren stark belebenden Auswirkungen auf die schwedische Volkswirtschaft. Beide Tätigkeiten Swedenborgs waren religiös motiviert. So verstand er, wie viele seiner Zeitgenossen, die wissenschaftliche Arbeit als Erforschung der Schöpfung Gottes mit den Mitteln der menschlichen Vernunft und lebte eine von Naturerkenntnis getragene Frömmigkeit. Dabei mündet Swedenborgs Forschung philosophisch immer in „Gott, dem Urgrund und Schöpfer alles Seins, alles Lebens und aller Bewegung“ ein.[26]
In seinen zahlreichen und umfangreichen Büchern zu allen Gebieten menschlichen Wissens beschreibt er Erkenntnisse und Theorien, zu denen er durch eine lebendige Durchdringung des Wissens seiner Zeit, verbunden mit genauen Beobachtungen der Kräfte in der Natur, gelangte. Auf diese Weise versucht Swedenborg, die Isolation wissenschaftlicher Einzelerkenntnisse einerseits, und die Getrenntheit universitären Wissens von Leben und Natur andererseits zu überwinden. So begründet er z. B. in seinem Werk Principia (1733/34) noch vor Kant und Laplace die Nebulartheorie über den Ursprung der Erde, und noch vor Wilhelm Herschel die Entdeckung, dass die Sonne Teil des Systems der Milchstraße ist. Er sieht das Weltall als geordnetes Ganzes, dessen höchster göttlicher Zweck es sei, den Menschen zu erschaffen und ihn in Freiheit zur Erwiderung der göttlichen Liebe und Weisheit zu führen.[26][27]
Um die Geheimnisse des Menschen, besonders die der menschlichen Seele zu ergründen, unternimmt er umfangreiche Studien (z. B. eine ca. 1000seitige Studie über die Funktionsweise der einzelnen Gehirnzentren). Da er das Wesen der Seele des Menschen nicht wissenschaftlich erklären kann, führt ihn dies in eine religiöse und wissenschaftliche Krise. In dieser Krise erfährt er eine Berufungsvision, in der er sich von Christus zur übersinnlichen Erforschung des geistigen Weltalls (Himmel und Hölle) berufen sieht. Ab diesem Zeitpunkt behauptet Swedenborg freien, willkürlichen Zugang zur Welt der Engel und Geister zu haben, zu dem Zweck die Theologie der „wahren christlichen Religion“, „die Glaubenslehre, welche im gesamten Himmel anerkannt“ sei, den Menschen zu bringen.[26]
Die göttliche Weisheit und göttliche Liebe sind in Swedenborgs Schriften die beiden Wesensmerkmale Gottes. Neben diesen Haupteigenschaften des Urgrundes, werden die Attribute Gottes Einheit, Allgegenwart, Allmacht, Allwissenheit, Unendlichkeit und Ewigkeit genannt. Weisheit und Liebe werden als untrennbar eins beschrieben: „Die göttliche Liebe gehört der göttlichen Weisheit an, und die göttliche Weisheit der göttlichen Liebe“. In Swedenborgs Entsprechungslehre wird Gott (Christus als geistige Sonne geschaut) in Entsprechung zur natürlichen Sonne gesetzt. Wie die Strahlen der natürlichen Sonne vom Menschen als Licht und Wärme wahrgenommen werden, so werde die geistige Sonne als geistiges Licht (= die göttliche Weisheit) und als geistige Wärme (= die göttliche Liebe) in der „Welt der Geister“ erlebt. Die göttliche Weisheit und Liebe sei Substanz und Form, welche sich in das geschaffene Weltall ergießt. Engel, Geister (Menschen ohne physischen Körper) und Menschen sind nach Swedenborg Aufnahmegefäße dieses göttlichen Stromes. Daher werde das Leben eines jeden Menschen und vor allem auch seine Entwicklung nach dem Tod davon bestimmt, wieviel er von dieser Weisheit und Liebe in freiem Wollen in sich aufnehme. Da die Wesen in ihrem Willen frei seien, könnten sie sich auch gegen die göttliche Weisheit und Liebe entscheiden, indem sie sich, anstatt den „himmlischen“ Formen der Liebe, der Gottesliebe und Nächstenliebe (= Altruismus), den „höllischen“ Formen der Liebe, der „Weltliebe“ und „Selbstliebe“( = Selbstsucht) zuwenden.[28][29]
Swedenborg unterscheidet zwischen einem inneren (geistigen) und einem äußeren (natürlichen) Menschen. Der geistige Mensch sei „im Glanz des Himmels“ er werde in der Lehre des Christus lebendig genannt. Der natürliche Mensch, welcher bloß im Licht der Welt sei, wird „tot“ genannt. Der innere Mensch sei ein „Engel des Himmels“ und der Mensch dazu bestimmt, dieser Engel in seinem Inneren zu werden, indem er die göttliche Weisheit und Liebe lebe. Swedenborg postuliert einen ewigen Fortschritt aller Wesen in Wachstum und Entfaltung der göttlichen Weisheit und Liebe. Alle Engel seien früher einmal Menschen gewesen und hätten sich durch Liebestätigkeit hinauf entwickelt. Besonderes Aufsehen und Widerwillen der schwedischen Reichskirche rief die mit geistiger Schau begründete Lehre hervor, dass im Himmel nicht nur Christen sondern auch Nichtchristen und Heiden anzutreffen seien, da Gott nicht auf die Glaubensüberzeugungen sehe, sondern darauf, ob der jeweilige Mensch im Guten der himmlischen Liebe sei. Der Swedenborg-Anhänger Charles Bonney, Mitglied der Chicagoer Swedenborg Church, begründete daher 1893 anlässlich der Weltausstellung in Chicago das 1. Weltparlament der Religionen. Er wollte die materialistische, triumphale Weltindustriemesse durch ein spirituelles Welttreffen der Religionen ergänzen. Auf besonderen Zuspruch traf seine Idee vor allem bei den modernen Theosophen, welche insbesondere durch Henry Steel Olcott und Annie Besant als festes Programm eine „Bruderschaft der Religionen“ vertraten und heute noch vertreten.[28][29]
Die moderne theosophische Bewegung und Lehre [Bearbeiten] Verschiedene Lehrrichtungen [Bearbeiten] Die von Helena Petrovna Blavatsky inhaltlich begründete theosophische Bewegung, welche verschiedene Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen umfasst, versuchte die in den Mysterien- und Hochreligionen der Vergangenheit und Gegenwart relativ isoliert existierenden Lehren zusammenzuführen. Sie verband diese Bestrebungen mit wichtigen Aspekten der Moderne wie Individualismus, Kulturoptimismus, die Idee teleologischen Fortschritts, Menscheitsreligion, Emanzipation.[7][30]
In der modernen theosophischen Bewegung existieren zwei Ausrichtungen. Eine Richtung postuliert die Schriften von Helena Blavatsky und die „Mahatma Briefe“ als Fundament einer Esoterischen Philosophie, welche seit Blavatsky der Repräsentant der einen „archaischen Weisheit der Zeitalter“, „der einen fundamentalen Wahrheit“ sei. Sie achtet auf Detailgenauigkeit und auf Konformität der Darstellung mit der Lehre Blavatskys, welche als die wichtigste Autorität gilt. Diese Haltung verleiht den Schriften dieser Ausrichtung innere Geschlossenheit, Einheitlichkeit und Systematik. Die andere Richtung versteht sich eher als Träger theosophischen Lebens, das neben dem Studium der eigenen Tradition für neue Innovationen auf den Gebieten der Wissenschaft, Philosophie und Kunst offen sein und mit den spirituellen Bewegungen der Religionen in Dialog und Austausch treten will. Sie neigt allgemein zu einem Pluralismus in der Auslegung und Weiterentwicklung der theosophischen Lehren. Eine Verpflichtung der Mitglieder auf die Lehren Blavatskys oder irgendeiner anderen Autorität wird prinzipiell abgelehnt.[31]
Im Verlauf der Entwicklungsgeschichte der modernen theosophischen Lehren haben sich verschiedene Lehrmeinungen gebildet, die in der Regel von verschiedenen Theosophischen Gesellschaften getragen werden. Sie sind durch größere Spaltungen der ursprünglich einen Gesellschaft entstanden, die oft menschliche, mental sehr komplexe Konflikte verdeckend, im nachhinein durch Entwicklung inhaltlicher Unterschiede in den Lehren gerechtfertigt wurden. Heute begründen die inzwischen ausgearbeiteten Lehrmeinungen die bleibende Getrenntheit theosophischer Organisationen. Es lassen sich konkrete Autorenlinien benennen, welche die verschiedenen Lehrmeinungen prägen. Sie bilden jedoch keine verschiedenen theosophischen Schulen. Alle Lehrmeinungen gehen grundlegend von den Werken Blavatskys und den sogenannten „Mahatma Briefen“ aus, und sind seit vielen Jahrzehnten jeweils tolerant und offen für einander. Für Verständnis und Kritik der theosophischen Lehren ist es wichtig, zwischen den verschiedenen Lehrmeinungen zu differenzieren, da sie sich teilweise erheblich von der Art und Weise des Umgangs mit ihren Lehren, wie auch im eigentlichen Lehrgut unterscheiden.
Wesentliche Träger verschiedener Lehrauffassungen im deutschen Sprachraum sind[6][30][32]
Die Theosophische Gesellschaft Adyar wichtige Autorenlinie: Helena Blavatsky, Henry Steel Olcott, Alfred Percy Sinnett, Mabel Collins, Annie Besant, Ernest Wood, Charles Leadbeater, Geoffrey Hodson, Arthur E. Powell, George Arundale, Rukmini Devi Arundale, Radha Burnier u. v. a.
(Diese Linie ist durch einen weitgehenden Pluralismus gekennzeichnet.)
Theosophische Gesellschaft Pasadena Theosophische Gesellschaft Point Loma/Covina
Arbeitskreis Unterlengenhardt wichtige Autorenlinie: Helena Blavatsky, William Quan Judge, Katherine Tingley, Gottfried de Purucker, Geoffrey Barborka Theosophische Gesellschaft in Deutschland wichtige Autorenlinie: Helena Blavatsky, Franz Hartmann, Johannes Fährmann, Erhard Bäzner Theosophische Gesellschaft Tempel der Menschheit wichtige Autorenlinie: Helena Blavatsky, William Quan Judge, Francia A. La Due, William H. Dower Agni Yoga wichtige Autorenlinie: Helena Blavatsky, Nicholas Roerich (einschließlich seines künstlerischen Werkes), Helena Roerich Arkanschule wichtige Autorenlinie: Helena Blavatsky, Annie Besant, Charles Leadbeater, Ernest Wood, Alice Bailey, Foster Bailey, Ina Crawford (von überragender Bedeutung ist hier vor allem das Werk der Alice Bailey)
Selbstverständnis
Unter den klassischen theosophischen Autoren der Theosophischen Gesellschaften bestehen keine identischen Beschreibungen des Wesens der Theosophie und der Theosophischen Lehren. Dies führt innerhalb und außerhalb der Theosophischen Bewegung zu einer unterschiedlichen Toleranz und Offenheit des Lehrsystems und einer unterschiedlichen Gewichtung des schriftlichen Werks und auch der Person Helena Blavatskys. Zum Verständnis der Theosophie und der Theosophischen Lehre sind die Selbstaussagen Franz Hartmanns hilfreich:[6]
„Die Theosophie im wahren Sinne des Wortes ist weder ein religiöses noch ein wissenschaftliches System, sondern das Licht der Selbsterkenntnis, das im Inneren des Menschen aufgeht, wenn er dem Selbstwahne entwächst und seine Einheit mit dem Schöpfer des Alls und allen seinen Werken empfindet.“
– Franz Hartmann 1911[33]
„Die Lehren der Theosophie sind die, die die Weisheit selbst den Menschen lehrt, die ‚Die Wahrheit‘ lieben und in deren Seelen und Gemüt sie sich offenbart und deren Verstand sie erleuchtet. ‚Theosophische Lehren‘ werden die Lehren genannt, die von Menschen herstammen, die zur Selbsterkenntnis des Wahren gekommen sind. Hierzu gehören die Weisen und Erleuchteten aller Nationen vom Anfange der Schöpfung bis zum heutigen Tag.“
– Franz Hartmann 1905[33]
In dem für die moderne Theosophie epochemachende Werk Die Geheimlehre von Helena Blavatsky gibt diese im Vorwort folgende, einleitende Beschreibung ihres Lehrsystems:
„Diese Wahrheiten werden in keinem Sinne als eine Offenbarung vorgebracht; noch beansprucht die Verfasserin die Stellung einer Enthüllerin einer jetzt zum erstenmale in der Weltgeschichte veröffentlichten mystischen Lehre. Denn der Inhalt dieses Werkes findet sich in Tausenden von Bänden zerstreut, in den Schriften der großen asiatischen und alten europäischen Religionen verborgen unter Hieroglyphe und Symbol, und wegen dieser Verhüllung bisher unbeachtet gelassen. Nunmehr wird der Versuch gemacht, die ältesten Lehrsätze zu sammeln und aus ihnen ein harmonisches und unzerstückeltes Ganzes zu machen. Nur insofern ist die Schreiberin besser daran als ihre Vorgänger, daß sie nicht zu persönlichen Speculationen und Theorien ihre Zuflucht zu nehmen brauchte. Denn dieses Werk ist eine teilweise Darlegung dessen, was ihr selbst von weiter vorgeschrittenen Schülern gelehrt worden, nur in einigen Einzelheiten ergänzt durch die Ergebnisse eigenen Studiums und Beobachtens. (…) Es ist unnötig, auseinanderzusetzen, daß dieses Buch nicht die Geheimlehre in ihrer Gänze ist, sondern eine ausgewählte Anzahl von Fragmenten ihrer Fundamentallehrsätze, wobei besondere Aufmerksamkeit gewissen Thatsachen gewidmet wurde, die von verschiedenen Schriftstellern aufgegriffen und bis zur vollkommenen Unkenntlichkeit der Wahrheit entstellt worden sind. Hingegen ist es vielleicht wünschenswert, unzweideutig festzustellen, daß die in diesen Bänden, wenn auch noch so fragmentarisch und unvollständig enthaltenen Lehren weder der indischen, der zoroastrischen, der chaldäischen oder der ägyptischen Religion, noch dem Buddhismus, Islam, Judentum oder Christentum ausschließlich angehören. Die Geheimlehre ist die Essenz von allen diesen. Die in ihrem Anbeginn aus ihr entsprungenen verschiedenen religiösen Systeme werden nunmehr in ihr ursprüngliches Element zurückgeleitet, aus dem jedes Mysterium, und Dogma entsprossen ist, sich entwickelt hat und ins Sinnliche herabgezogen worden ist.“ – Helena Blavatsky: Die Geheimlehre. Bd. 1
Allumfassende Bruderschaft der Menschheit [Bearbeiten] Das 1. Ziel der Theosophischen Gesellschaft lautet: „… einen Kern der allumfassenden Bruderschaft der Menschheit zu bilden ohne Unterschied von Rasse, Glauben, Geschlecht, des Standes oder der Hautfarbe.“ (Fassung der TGAdyar)[6][30]
Für die Theosophen konstituiert allein dieses Ziel die Theosophischen Gesellschaften und bildet das Zentrum des theosophischen Lehrsystems. Der Einsatz in selbstloser Liebe für andere Menschen, Tiere und Pflanzen bildet auch die Hauptpraxis des theosophischen Pfades.[34]
Das Ideal der allumfassenden Bruderschaft (Geschwisterschaft) soll entsprechend für das einzelne Mitglied, für die Gesellschaft insgesamt, die unumstößliche Grundlage ihres Erkennen, Denken, Fühlen, Wollen und Handeln bilden. Die Anhänger der Theos. Lehre versuchen „die Bruderschaft“ nicht aus den Lehren zu begründen, sondern aus ihren individuellen Lebenserfahrungen. Dabei besteht die Idee, dass durch die Praxis brüderlichen Handelns die individuelle Erkenntnis der Theosophie erst möglich wird. Die allumfassende Bruderschaft bildet das Zentrum im System Theosophischer Lehren, um das herum die Lehren angeordnet sind. Sie findet gedankliche Gestaltung in der Lehre von der Einheit allen Seins.[35][30]
Die Lehre von der Einheit allen Seins sagt aus, dass alle Wesen im Innersten derselben göttlichen Natur teilhaftig sind, welche sie im Verlauf einer postulierten geistigen Evolution entdecken und willentlich entwickeln sollen. Daraus folgt, dass durch die innewohnende göttliche Natur alle Wesen Brüder sind bzw. sogar alle nur ein göttliches „Ich“ (eine Wurzel) haben.[30]
Diese Aufstellung ermöglicht es dem theosophischen System einen konsequenten spirituellen Monismus und einen von anspruchsvoller Ethik geformten Individualismus folgerichtig zu konstituieren.
In der Praxis sollen nach den Vorstellungen führender Theosophen (z. B. Annie Besant, Charles Leadbeater, Rukmini Devi Arundale etc.) letztlich alle Bereiche menschlichen Zusammenlebens im Sinne tätiger spiritueller Liebe und göttlicher Weisheit verwandelt werden und eine neue Zivilisation hervorbringen.[36][30] Die Realität sah in der Geschichte der theosophischen Bewegung allerdings oft ganz anders aus.[6]
Die fundamentalen Grundsätze [Bearbeiten] In „Die Geheimlehre“ stellt H. P. Blavatsky drei Grundsätze auf, auf denen die Theosophie beruht.[37] Sie postuliert:
Ein allgegenwärtiges, ewiges, grenzenloses und unveränderliches Prinzip, über das gar keine Spekulation möglich ist, da es die Kraft menschlicher Vorstellung übersteigt und durch irgendwelche menschliche Ausdrucksweise oder Vergleiche nur erniedrigt werden könnte. Die Ewigkeit des Weltalls in toto als einer grenzenlosen Sphäre, die periodisch der Spielplatz ist von zahllosen unaufhörlich erscheinenden und verschwindenden Universen, den sogenannten „manifestierenden Sternen“ und „den Funken der Ewigkeit“. Die fundamentale Identität aller Seelen mit der universellen Oberseele, welch letztere selbst ein Aspekt der unbekannten Wurzel ist; und die Verpflichtung für jede Seele – einen Funken der vorgenannten –, den Zyklus von Inkarnation oder „Notwendigkeit“, in Übereinstimmung mit zyklischem und karmischem Gesetz während seiner ganzen Dauer zu durchwandern. Kosmologie und Anthropologie basieren auf fundamentalen Prinzipien der sowohl physischen als auch metaphysischen Natur. In dem anfang- und endlosen Universum ist alles Existierende, jede Wesenheit, in seiner fundamentalen Essenz mit dem kosmischen Bewusstsein verwandt und wird von ihm in allen seinen Teilen belebt und beseelt. Damit sind alle Lebewesen als eine unauflösbare Universale Bruderschaft miteinander verbunden. Die siebenfältige Konstitution des Menschen [Bearbeiten] Das Modell von der siebenfältigen Konstitution bildet den Schlüssel zum Verstehen der modernen Theosophischen Lehren. Es ist im theosophischen Gesamtsystem das wichtigste Modell – andere Modelle sind z. B. das dreifältige (Geist, Seele, Körper), das zweifältige (unsterblich – sterblich bzw. Höheres Selbst – Niederes Selbst usw.) Die Wesensprinzipien durchdringen einander, werden also nicht von einander getrennt gedacht.[38][6]
1. Atman (Geist): eins mit dem Absoluten, in Verbindung mit Buddhi die innere Göttlichkeit des Menschen. 2. Buddhi (spirituelle Weisheit und Liebe): von der Sanskritwurzel „budh“ = erleuchten, erleuchtet die mentalen Tätigkeiten des Menschen, intuitives Verstehen, auch spirituelle Urteilskraft, überströmende Liebe und Weisheit (Vidya) aus dem göttlichen Zentrum des Menschen, Theosophie 3. Manas (Denken): umfasst alle mentale Tätigkeiten, Zentrum des menschlichen Ich-Bewusstseins im Menschen, zerfällt in zwei Teile: Buddhi-Manas (begierdefreies Denken, durch Intuition geleitet, unsterblich, Vernunftprinzip) Kama-Manas (begierdegeleitetes Denken, vergänglich, Verstandesprinzip, Intellekt) 4. Kama (Wünsche): die Summe der Begierden, Leidenschaften, Gefühle; neutral d. h. weder gut noch schlecht, vergänglich 5. Prana (Lebenskraft): Lebenskraft welche a) die atomaren Partikel des Astralkörpers und physischen Körpers zusammenhält und b) im Wachzustand des Menschen eingesogen und im Schlafzustand abgegeben wird. Der natürliche Tod tritt ein, wenn das eingesogene Prana nicht mehr abgegeben werden kann. Prana ist individualisiertes Jiva 6. Linga Sharira, Astralkörper: Sanskritwort aus Linga = "charakteristisches Merkmal" bzw. „Modell“ oder „Muster“ und „Sharira“ = „Form“. Linga Sharira stellt ein komplettes Modell des physischen Körpers dar, sozusagen das Muster nach dem der physische Körper herangebildet wird. 7. Sthula-Sharira, (Physischer Körper): Darunter wird der physische Körper verstanden, durch den sich die menschliche Seele in der physischen Welt bewegt, diese wahrnimmt und an ihr teilnimmt.[39][6] Reinkarnation [Bearbeiten] Die Lehre der Reinkarnation lehrt die periodischen Wiederkehr oder Wiedergeburt einer menschlichen Seele in einen menschlichen Körper. Reinkarnation ist ein Wort lateinischer Herkunft und bedeutet nach theosophischer Meinung „Wieder-ins-Fleisch-eintreten“.[39][6]
In den Theosophischen Lehren wird ein universell gültiges Gesetz der Periodizität postuliert. Es besagt, dass alle Dinge des Alls periodischem Wechsel unterliegen, z. B. Tag und Nacht, ein- und ausatmen, der Rhythmus des Herzens, wachen und schlafen. Diesem Gesetz unterliegen nach den Lehren auch Tod und Geburt. Im System der Lehren ist die Reinkarnation ein Teil der allgemeine Lehre von der periodischen Wiederverkörperung aller Wesen, wie z. B. Sonnen, Planeten, Götter, Tiere, Pflanzen, Mineralien usw. Der Begriff Reinkarnation bezieht sich dagegen vor allem auf die Wiederverkörperung eines körperlosen „Ich“ in einen menschliche Körper. Unzählige solcher Inkarnationen hat ein Mensch schon erlebt und unzählige liegen noch vor ihm.[40][38]
Anders als in der fernöstlichen Wiedergeburtslehre, ist in der theosophischen der endlose Verlauf der Verkörperungen der Menschen verbunden mit einer ewigen sittlichen Evolution, in deren Verlauf der Mensch, die menschliche Zivilisation zu höchster Vollkommenheit gelangen soll. Die fernöstliche Ansicht, dass Menschen in Tiere inkarnieren können, wird verneint: „Einmal Mensch – immer Mensch!“[38]
Die Überwindung des Zwanges, „Wieder-ins-Fleisch-eintreten“ zu müssen, ergibt sich nach theos. Auffassung auf dem Weg des hingebungsvollen Dienstes an der Menschheit irgendwann von selbst. Ein egoistisches Streben nach Freiheit vom Inkarnationszwang führt letztlich nicht zum Ziel.
Es besteht weiterhin die Vorstellung, dass ein Mensch in seinen verschiedenen Inkarnationen immer wieder mit Menschen aus früheren Leben zusammentrifft, da zwischen ihnen karmische Verbindungen bestehen. So wird behauptet, jeder Mensch wird in der Familie und in dem menschlichen Milieu geboren, wo Menschen inkarniert sind, zu denen er starke karmische Beziehungen hat, die erst noch ausgeglichen werden müssen. Karma wurde deshalb auch die Zwillingslehre zur Reinkarnation genannt, weil eine die andere bedingt.
Die Behauptung, dass ein Mensch immer im gleichen Volk, in der gleichen sogenannten „Rasse“ oder im gleichen Geschlecht reinkarniert, wird vom System der theosophischen Lehren verneint: Ein Mensch wechselt von Geburt zu Geburt das Volk und auch öfters das Geschlecht.
Karma [Bearbeiten] Karma (richtiger: Karman); Sanskrit, abgeleitet von der Wortwurzel „kri“ d. h. „tun“, „machen“.[39]
Die Karmalehre ist die Lehre von „Ursache und Wirkung“ und wird als Zwillingslehre der „Reinkarnation“ bezeichnet. Jede Handlung ruft eine ihr entsprechende Wirkung hervor. Diese kommt auf ihren Ausgangspunkt, den verursachenden Menschen zurück. In der Regel wird dies als „negativ“ oder „positiv“ erfahren, ist aber letztlich nur die in der ursprünglichen Handlung liegende Charakteristik, die von der jeweiligen Person entsprechend empfunden wird. Da alles in der Natur miteinander verbunden ist und gegenseitig ineinandergreift, werden auch andere Personen und Wesen von den Taten eines Einzelnen beeinflusst. Dies ruft dementsprechende Rückwirkungen hervor, die sich mannigfach verändern können, bevor sie zum Verursacher zurückkehren.
Entgegen den Überzeugungen vieler Anhänger der Lehre vom Karma, verdeutlichen theosophische Autoren immer wieder, dass Karma keine Gerechtigkeit ist, und dass es auch nicht automatisch Gleiches mit Gleichem vergilt, sondern evolutionsorientiert pädagogisch wirkt. Der Mensch kann die Lektionen, welche die Evolution für ihn bereithält, durch Erkenntnisarbeit freiwillig lernen, oder muss den harten, bitteren Weg einer Belehrung durch Karma gehen. Mit Hilfe seiner Erkenntnis soll der Mensch das mit ihm verbundene Karma beeinflussen können, indem er
a) darauf achtet, andere Wesen nicht zu verletzen (den Impulsen karmischer Vergeltung die in ihm auftauchen nicht nachgeben – Vergebung).
b) seine schlechten Eigenschaften überwindet (das Karma seines Charakters – Läuterung).
c) durch selbstlosen Dienst an anderen Menschen zukünftiges negatives Karma vermeidet (Mitgefühl, tätige Liebe).
d) Inmitten bitteren Schicksals stoisch den Weg von Weisheit und Liebe einhalten, wodurch sich die karmisch negativen Rückwirkungen mildern.
Somit liegt im Gesetz von Karma eine tiefgehende Ethik. Theosophen treten solchen Auffassungen entgegen, wie: „Geht es einem Menschen schlecht, ist er selber schuld – das ist sein Karma!“ Solche Auffassungen vom Karma sind dem theosophischen Ideal der Bruderschaft der Menschheit entgegen gesetzt. Nach theosophischer Überzeugung bewirken solche brutalen Behauptungen selbst schon negatives Karma, für den, der sie verbreitet.
Mahatman [Bearbeiten] Mahatman (Sanskrit, zusammengesetzt aus „Maha“ = "groß" und „Atman“ = göttliches Selbst, bedeutet „Großes Selbst“ oder „Große Seele“).[39]
Mahatman ist im theosophischen Zusammenhang die Bezeichnung für relativ vollkommene Menschen, welche auf dem Weg beschleunigter evolutionärer Selbstentfaltung Meisterschaft über ihre vier niederen Prinzipien errungen haben. Andere Bezeichnungen sind Chohan (tib. = Oberhaupt, Meister), Arhat (skr. „der Würdige“), Meister der Weisheit bzw. Theosophie (Atma Vidya), oft auch „ältere Brüder (der Menschheit)“.[39]
Die Mahatma gelten gegenüber der Mehrheit der Menschheit als weit voraus entwickelt. Sie verkörpern die Summe aller edlen Tugenden und Eigenschaften, besitzen alle hohen und niederen Siddhi (skr. „Attribute der Vollkommenheit“; phänomenale bzw. okkulte Kräfte) und haben sich vom Zwang zur Reinkarnation befreit. Sie gelten als übermenschliches Vorbild.[41][42][38][6]
Einige nehmen freiwillig aus Mitgefühl mit der leidenden Menschheit die Wiederverkörperung auf sich, andere verbleiben im Zustand der Nicht-Inkarnation. Diese werden im theosophischen Sprachgebrauch Nirmanakayas (skr. „geformter Körper“, „Gewand“, „Hülle“) genannt. Sie werden beschrieben als individuelle Menschen halbgöttlicher Natur, welche in ihrer Konstitution auf die Ausbildung des Linga Sharira (Astralkörper) und des Sthula-Sharira (Physischer Körper) verzichten. Die Mahatma nehmen als Chela („lernender Diener“) nur solche Menschen an, die sich bedingungslos dem Dienst an der Menschheit verpflichten, und alle in theosophischen Schriften gegebenen Lehren in ihr Leben assimiliert haben.[41]
Eine weitere Aufstellung in diesem Zusammenhang ist, dass die Mahatma eine intensiv am Wohl der Menschheit arbeitende Gruppe bilden, die „Weiße Loge“ genannt wird. Sie sollen Helena Blavatsky mit der Gründung der Theosophischen Gesellschaft beauftragt haben. Aus den ersten Jahrzehnten der Theosophischen Gesellschaft gibt es sehr viele Berichte von damals bekannten Persönlichkeiten innerhalb und außerhalb der Gesellschaft, die von geheimnisvollen Begegnungen mit den Mahatma erzählen. Von zwei solcher Mahatma sollen die Mahatma-Briefe geschrieben sein, deren Herkunft aber umstritten ist.[41][6][38]
Evolution und Involution [Bearbeiten] Evolution im Sinne der Theosophischen Lehre bedeutet „Auswickeln“, das „Entfalten“, „Ausrollen“ verborgener Kräfte und Fähigkeiten, die der betreffenden Wesenheit angeboren sind und ihr innewohnen – ihre eigenen essenziellen und charakteristischen Merkmale, oder allgemein ausgedrückt, die Kräfte und Fähigkeiten ihres eigenen Charakters.[39] Involution bedeutet „Einwickeln“, „Sich-Einrollen“, „In-sich-Zurückziehen“ des bisher Entwickelten, Entstandenen.[39] Die Vorstellungen der theosophischen Gedankenwelt sind etwa folgende:
Aus dem „einen, grenzenlosen, unveränderlichen Prinzip“, auch das Absolute genannt, emanieren nach und nach zeitlose, todlose, unteilbare Lebens- und Bewusstseinszentren, in Anlehnung an Leibnitz Monaden genannt. Von diesen Monaden wird behauptet, in ihnen seien unterschiedliche Entwicklungsqualitäten beschlossen, welche beim „Abstieg“ der Monaden zu gröberen kosmischen Ebenen, bis in die materielle Ebene hinab entfaltet werden (Involution). Jedem Wesen im Universum soll eine solche Monade innewohnen. Die kosmologische Vorstellungswelt der modernen theos. Lehren kennt so genannte Monadenklassen: Sonnenmonaden (auch „Sonnenlogos“ genannt), Planetenmonaden (z. B. „Logos des Globus Erde“), Göttermonaden, menschliche Monaden, Tiermonaden, Pflanzenmonaden etc.[40][38][6]
Während der Zeit dieser Entfaltung nimmt mit zunehmender Entfernung vom Absoluten, das Bestreben der Monaden zu, in ihren Ursprung zurückzukehren. Am Tiefpunkt ihrer Entfaltung in das Materielle hinein angekommen, beginnen daher die Kräfte der kosmischen Evolution die Monaden wieder aufwärts in das göttliche Absolute zu ziehen.
Die Zeiteinheit für einen solchen kosmischen Gesamtprozess wird ein „solares Manvantara“ (in skr. saurya-manvantara) oder auch „solares Kalpa“ bezeichnet, wenn er sich auf eine solare Periode der Manifestation bezieht. Dieser Zeitabschnitt dauert 311 040 000 000 000 Jahre, und wird von einem eben so langen „Pralaya“ (Periode der Nichtmanifestation, „die Große Nacht“) abgelöst. Danach beginnt eine neue kosmische Entfaltung.[40][43][38]
Diese zyklische Bewegung allen Seins finden sich in vielen kleineren Bereichen innerhalb der kosmischen Evolution wieder, z. B. im Leben eines Menschen, dessen Entfaltung im Materiellen mit seiner Geburt beginnt, bis zur Lebensmitte (ca. 35. Lebensjahr) sich ausrollt. Nach Überschreiten der Lebensmitte zieht sich die Monade langsam in ihrem Willen zur Rückkehr zur göttlichen Heimat, aus dem materiellen Bereich der Welt zurück und nimmt die Seele des Menschen mit sich, was mit dem Tod des Menschen endet.[40]
Das Absolute ist nach theos. Darstellung auch das absolut Gute, die absolute Liebe etc. Durch die kosmische Involution zum Guten, die für die Menschheit vor mehreren Millionen Jahren eingesetzt habe, ist für Theosophen alle menschliche Entwicklung letztlich doch eine Höherentwicklung zum Guten, an welcher der Mensch mit bewusstem Einsatz aller Kräfte mitarbeiten soll. Bruderschaft, Ethik, Kulturoptimismus etc. der theosophischen Bewegung haben hier ihre weltanschauliche Wurzel.[7]


KATHARER


Die Legende in Südfrankreich besagt, dass vor 2000 Jahren in einem Fischerboot in Südfrankreich im Ort, der heute „Les Saintes Maries de la Mer” heißt, unter anderem die Mutter des biblischen Jesu mit seiner Ehefrau Maria Magdalena und deren gemeinsamen Tochter Sarah an Land getrieben wurden. Daher hat der Ort auch seinen Namen, auf deutsch: „die heiligen Marien, die vom Meer her kamen”.

Gemäß der Legende und den Apokryphen (das sind die Texte, die damals nicht in die Bibel mit aufgenommen wurden) war Maria Magdalena von Jesus als seine Nachfolgerin bestimmt worden, und nicht die Apostel Petrus und Paulus, als deren Nachfolger sich der Papst heute noch sieht. Maria Magdalena lebte und wirkte in Südfrankreich, im heutigen Languedoc und gab ihre Lehren weiter. Manche sagen auch, dass sie in die alten ägyptischen Mysterienschulen eingeweiht war und deren so genannten Isis-Kult auch zusammen mit den örtlichen Druiden der Kelten praktizierte, und dass sie ihre Rolle als Sünderin erst später zur Verschleierung ihrer eigentlichen Bedeutung von der katholischen Kirche erhalten hat.

Aus ihren Anhängern, die als Häretiker bezeichnet wurden, entwickelten sich dann im Laufe der Jahrhunderte die sogenannten Katharer, was vom griechischen „Katharoi” kommt und soviel wie „die Reinen“ bedeutet. Tatsächlich bezeichneten sie sich selbst als „die Reinen” und waren bei den anderen Teilen der dortigen Bevölkerung sehr beliebt und geachtet.

Da die Katharer eine andere Version des Christentums als die katholische Kirche lehrten, wurden sie vom Papst Innozenz III. in Rom zu Feinden erklärt. Daraufhin führte er in den Jahren 1209 bis 1229 einen Kreuzzug gegen die Katharer, mit dem Ziel alle auszurotten. Es begann in Béziers, zwanzigtausend Menschen wurden alleine dort auf den Scheiterhaufen verbrannt. Die Städte Carcassonne, Narbonne, Toulouse und viele weitere folgten, es verbreitete sich im ganzen Land. Jene, die fliehen konnten, flohen in die mächtigen Trutzburgen der Katharer, nach Montségur, Peyrepertuse, Queribus, hoch hinauf auf den Gipfeln der Pyrenäen. Doch auch diese Burgen wurden nach einer zum Teil jahrelangen Belagerung eingenommen. Daraufhin glaubte der Papst die Ketzer (der Begriff Ketzer leitet sich vom Begriff Katharer ab) besiegt zu haben. Die Lehre der Katharer lebte jedoch im Verborgenen weiter und ist heute dort in vieler Munde.


ARIANISMUS
ARIUS
GOTISCHES CHRISTENTUM
ARIANISCHE LEHRE
ARIANISCHE KIRCHE - NAK


Der Arianismus, die Weltlehre des ARIUS, von den GOTEN übernommen als ältestes germanisches Christentum ist eine wichtige Quelle für die DEUTSCHE KIRCHE.

Gotenbischof WULFILA (ULFIAS) und die Wulfila-Bibel schuf die Grundlage gotisch-germanischer Religion.

Die DEUTSCHE KIRCHE ist auch eine NEUE ARIANISCHE KIRCHE (NAK) !

ARIANISCHE LEHRE:

-dass der Logos und der Vater nicht gleichen Wesens seien (Wesensgleichheit)
-dass der Sohn ein Geschöpf des Vaters sei
-dass es eine Zeit gegeben hat, als der Sohn nicht existierte (Bestreitung der Gleichewigkeit von Vater und Sohn).

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Wulfila
(got.: „kleiner Wolf“, ursprünglich wohl „zu Wolf gehörig“, lat.: Ulfilas; * um 311; † 383) war einer der ersten, möglicherweise auch der erste Bischof der Terwingen (Visigoten, Westgoten).

Leben
Seine christlichen kappadokischen Vorfahren waren von Goten im 3. Jahrhundert verschleppt worden, er selbst war entweder Gote oder Halbgote.

Der Reichsbischof von Konstantinopel, Eusebios von Nikomedia, weihte Wulfila spätestens 341 in Antiochia zum „Bischof der Christen im gotischen Land“. Bis 348 war Wulfila missionierend im damaligen Herrschaftsbereich der Westgoten an der unteren Donau tätig. Der einsetzende Widerstand in den Völkern gegen die christlichen Missioniersversuche vertrieb Wulfila und andere Heidenchristen zu den Römern, welche sie bei Nikopolis (im heutigen Nordbulgarien) ansiedelten.

Im Exil entwickelte Wulfila eine Schrift für das Gotische, das bis dahin eine weitgehend schriftlose Sprache war. Lediglich vereinzelte Inschriften und magische Texte wurden bis dahin in Runen festgehalten.

Wulfila starb 383 direkt nach seiner Ankunft in Konstantinopel, wo Kaiser Theodosius I. eine Versammlung verschiedener Kirchenparteien einberufen hatte. Er liegt auch dort begraben.

Lehre
Er verglich Jesus Christus mit dem germanischen Sohn-Vater-Verhältnis, das auf Gehorsam, Unterordnung und Treue aufgebaut war. Wulfila stimmte in seiner Christologie mit den Arianern nicht überein, für ihn war Christus der anbetungswürdige „Gott und Herr“. Die Entscheidung für den Arianismus war nicht nur theologisch, sondern auch kirchenpolitisch bedingt.

Er wird im Rahmen der Synodalgeschichte auch als Vertreter der homöischen Kirchenparteien bezeichnet.

Religion
Neben den Westgoten, die geschlossen zum Christentum übertraten, wurden auch die Ostgoten, Vandalen, Langobarden und Burgunden als Folge seiner Tätigkeit christlich.

Politik
Da Wulfila aus dem arianischen Umfeld wirkte, standen die gotischen Christen nicht unter der Autorität Roms, sondern Konstantinopels. Daraus entstanden heftige und langwierige Konflikte zwischen der neuen germanischen Oberschicht und der ansässigen Bevölkerung in den auf römischem Boden neu entstehenden Reichen der Germanen.

Kultur
Die von Wulfila entwickelte gotische Schrift war eine Abwandlung der griechischen Schrift mit einigen lateinischen Buchstaben sowie Runen. Wulfila gab den Goten nicht nur eine neue Schrift, sondern auch neue Wörter (Neologismen, Lehnbildungen), da viele Begriffe der griechischen Sprache im Gotischen nicht existierten. Solche Wortschöpfungen waren mit die früheste Form von kontextualisierter Mission, also der Versuch, christliche Konzepte, wie sie insbesondere durch die biblischen Schriften vorgegeben waren, in Kulturen zu übertragen, denen Derartiges fremd sein musste.

Wulfilas sprachliche Leistungen sind im Zusammenhang mit seinem bedeutendsten Werk zu sehen, der so genannten Wulfilabibel: Die früheste Bibelübersetzung in eine germanische Sprache. Sie ist als Abschrift im so genannten Codex Argenteus erhalten, einer norditalienischen Handschrift aus dem 6. Jahrhundert, die Teils mit silbernen, Teils mit goldenen Lettern auf Pergament geschrieben ist, das mit der kaiserlichen Purpurfarbe getränkt worden war. Heute wird der unschätzbar kostbare Kodex in Uppsala aufbewahrt.

Hier das Vaterunser, um einen Begriff von der Sprache Wulfilas zu bekommen. Wulfilas Übersetzungen christlicher Literatur sollte für nachfolgende Texte in germanische Sprachen stilbildend werden:

atta unsar þu ïn himinam
weihnai namo þein
qimai þiudinassus þeins
wairþai wilja þeins
swe ïn himina jah ana airþai
hlaif unsarana þana sinteinan gif uns himma daga
jah aflet uns þatei skulans sijaima
swaswe jah weis afletam þaim skulam
unsaraim
jah ni briggais uns ïn fraistubnjai
ak lausei uns af þamma ubilin
unte þeina ïst þiudangardi
jah mahts jah wulþus ïn aiwins
amen

Das "Vater unser" (Mt 6, 9-13) ist im Codex Argenteus auf den Seiten Ms4verso (erste Zeile) und Ms5recto (Rest) zu finden.

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Die Goten werden christlich

Isidor: Geschichte der Gothen, Abschnitt 6 - 8, S. 3ff. (Page n17 online)

Isidor, geboren um 570 n.Chr. als Sohn eines Provinzialen aus dem Distrikt Cartagena, war seit Anfang des 7. Jahrhunderts katholischer Bischof von Sevilla, also im Westfrankenreich. Er starb 636. Neben vielen anderen Werken schrieb er auch eine „Geschichte der Könige der Goten, Vandalen und Sueben“.

„6. Im 5. Jahre der Herrschaft des (römischen Kaisers) Valens (= 368 n. Chr.) gelangte zuerst zur Königsherrschaft über die Gothen Athanarich. Er regierte dreizehn Jahre. In grausamer Glaubensverfolgung wandte er sich gegen diejenigen seiner eigenen Untertanen, welche für Christen galten, und machte sehr viele, die den Götzenbildern zu opfern sich weigerten, zu Märtyrern. Die Übrigen verfolgte er zwar auch auf mancherlei Weise; ihre große Zahl hielt ihn aber davon zurück, sie umzubringen. So schenkte er ihnen zwar das Leben, zwang sie dagegen, aus seinem Reiche zu weichen und in die Provinzen des römischen Reiches auszuwandern.

7. Im 13. Jahr der Herrschaft des Valens (= 375 n. Chr.) spalteten sich die Goten an der Donau in zwei Teile, die sich unter Athanarich und Fridigern auf das Heftigste befehdeten. Athanarich aber überwand den Fridigern mit Hilfe des Kaisers Valens. Aus Dankbarkeit hierfür schickte er Gesandte mit Geschenken an selbigen Kaiser und forderte von ihm Lehrer zur Unterweisung in der christlichen Glaubenslehre. Valens aber, der von der Wahrheit der katholischen Lehre abgewichen und der Verkehrtheit arianischer Ketzerei ergeben war, sandte ketzerische Priester, durch deren Überredungskunst er die Goten für seine verruchte Irrlehre gewann. So impfte er diesem erlauchten Volke das verderbliche Gift ein; so bekam es die Irrlehre, die es begierig einsog, und behielt sie lange.

8. Damals erfand Gulfilas (Wulfila), der Bischof dieser Goten (318 - 388), ein Alphabet und übersetzte die Schriften des Neuen und Alten Testaments in ihre Sprache. Sobald aber die Goten anfingen, das Alphabet und das Gesetz zu kennen, richteten sie sich Kirchen ihres Bekenntnisses ein und hatten, dem Beispiel des Arius folgend, solche Lehrsätze über die Gottheit selbst, daß sie glaubten, der Sohn sei geringer an Herrlichkeit als der Vater und sei jünger als dieser in der Ewigkeit. Ferner meinten sie, der heilige Geist sei nicht Gott, auch nicht dem Vater wesensgleich, sondern vom Sohn erschaffen, dem Vater und Sohn dienstbar und zu Gehorsam verpflichtet. Sie hielten Vater und Sohn und heiligen Geist für dem Wesen nach verschieden, so daß nicht mehr, wie die heilige Schrift überliefert, ein Gott und Herr angebetet, sondern wie in heidnischer Götzendienerei drei Götter verehrt wurden. Dieser schlimmen Gotteslästerung blieben sie ergeben durch lange Zeit, unter einer ganzen Reihe von Königen, 213 Jahre. Endlich dachten diese an ihr Seelenheil, sagten sich von dem tiefeingewurzelten Irrglauben los und gelangten durch Christi Gnade zum alleinseligmachenden katholischen Glauben.“

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Das arianische Christentum der Ostgoten

Die Bezeichnung geht auf die Auffassung des christlichen Priesters Arius zurück: Christus sei dem Gottvater nur wesensähnlich, aber nicht wesensgleich. Den Heiligen Geist fasste Arius als Geist Christi auf. Als Goten auf dem Gebiet des römischen Reiches angesiedelt wurden, spielte das arianische Bekenntnis eine wichtige Rolle. Bischof Wulfila übersetzte die Bibel ins Gotische und diese blieb bis heute die Hauptquelle für die Sprache. Fast alle germanischen Völker nahmen das Christentum in der arianischen Form an. Deshalb gab es während Ostgotenzeit und Langobardenherrschaft stets je einen katholischen und einen arianischen Bischof in den Städten. Dazu gehörten die entsprechenden Kirchen und Taufkapellen der beiden Glaubensrichtungen.


SONNENARISCHE RELIGION
SONNENARIER
ARYAN NATION
BRUDERSCHAFT VON ATLANTIS


Die Lehre der Sonnenarier, der Bruderschaft von Atlantis, ist die älteste Religion der Menschheit.

Das Sonnengeschlecht von Atlantis schuf die erste Kultur auf Erden. Die DEUTSCHE KIRCHE führt die sonnenarische Tradition von Atlantis fort, sie bildet eine ARYAN NATION als Volk der Sonnenarier!


MYTHOS SCHWARZE SONNE
WEWELSBURG
KRISTALLSCHÄDEL


Der Mythos der Schwarzen Sonne ist verbunden mit der Bruderschaft von Atlantis, das Symbol der Schwarzen Sonne stammt von Atlantis, es ist ein Zeichen der sonnenarischen Urreligion von Atlantis.

In der Neuzeit wurde die Schwarze Sonne, das Sonnenrad, in der Wewelsburg gemäss der Lehre von Karl Maria Wiligut, genannt Weistor, verwendet.



DIE GOTEN
"Wir sind die letzten Goten!"
Das heilige Gottesvolk


Die Goten waren ein ostgermanisches Volk, das seit dem 3. Jahrhundert mehrfach in militärische Konflikte mit den Römern verwickelt war. Während der spätantiken Völkerwanderungszeit bildeten zunächst die West- und dann auch die Ostgoten eigene Reiche auf dem Boden des Imperium Romanum, die 711 bzw. 553 untergingen.

Umstritten ist der Ursprung der Goten. Zur Zeitenwende siedelte im Bereich der Weichselmündung eine Völkerschaft, die antiken Autoren wie Tacitus unter dem Namen Gotonen (Gutonen; gotisch Gutans) bekannt war. Der Name wird oft vom gotischen Wort giutan („gießen“) bzw. gutans („gegossen“) abgeleitet und als „Ausgießer“ gedeutet. Nach späteren Berichten (Jordanes) stammten die Goten ursprünglich aus Skandinavien, doch stellt dies der modernen Forschung zufolge eher eine Fiktion dar. In der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts zog ein Teil der Goten/Gutonen vermutlich nach Südosten zum Schwarzen Meer (nach Ansicht mancher Forscher wanderte hingegen allenfalls der Name). Nach ersten Auseinandersetzungen mit dem Römischen Reich in Südosteuropa in der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts kam es am Ende des 3. Jahrhunderts zur Spaltung in eine östliche (Greutungen) und eine westliche Gruppe (Terwingen), aus denen sich später – vereinfachend gesagt – die Ost- und Westgoten (Ostrogothi, „östliche Goten“, und Visigothi, „gute Goten“) entwickelten.

Die Greutungen/Ostgoten wurden um 375 von den Hunnen unterworfen. Sie wurden nach deren Niedergang zu römischen Foederati (Verbündete) und eroberten 488 unter Theoderich Italien, vorgeblich im Auftrag von Ostrom. Nach Theoderichs Tod zerfiel das Ostgotenreich um 550 unter dem Ansturm der oströmischen Truppen Kaiser Justinians. Die Terwingen/Westgoten, die noch im Jahre 378 das oströmische Heer unter Kaiser Valens in der Schlacht von Adrianopel schlugen, wurden 382 römische foederati (Verbündete) und gründeten Anfang des 5. Jahrhunderts ein Reich in Gallien, das von den Franken nach Hispanien verdrängt wurde. Das Westgotenreich unterlag 711 den Mauren.


Ostgoten
Im Zuge des Niedergangs der Hunnenherrschaft nach dem Tode Attilas befreiten sich die Gepiden und andere unterworfene Völker 454 in der Schlacht am Nedao vom hunnischen Joch. Die Goten hatten dabei immer noch auf Seiten der Hunnen gekämpft, gewannen aber durch deren Niederlage ebenfalls ihre Unabhängigkeit (nach Ansicht einiger Forscher bildeten sich erst jetzt die Ostgoten als eigene Gruppe). Während sich die Reste der Hunnen in den Osten zurückzogen, schlossen die Ostgoten schließlich einen Föderatenvertrag mit dem Römerreich und siedelten sich in Pannonien an. 469 schlugen sie eine Allianz mehrerer feindlicher Stämme unter Führung des Skiren Edekon in der Schlacht an der Bolia. Der Sohn des Ostgotenkönigs Thiudimir, Theoderich, kam als Geisel an den Hof in Konstantinopel (wohl von 459 bis 469). Nach seiner Entlassung erkämpfte er sich die Herrschaft über einen Teil der Ostgoten auf dem Balkan und wurde 474 deren König.

Dennoch gab es auch Ostgoten in oströmischen Diensten, wie etwa den Heermeister Theoderich Strabo, dem Rivalen des vorher genannten Theoderich. Erst nach dem Unfalltod Strabos 481 konnte sich Theoderich der Große endgültig durchsetzten.

Im Auftrag des Kaisers Zenon, der den Amaler gerne loswerden wollte, zog Theoderich 488 mit dem Großteil der Ostgoten nach Italien, um Odoaker zu vertreiben, welcher 476 Romulus Augustulus abgesetzt hatte und als Patricius das Land regierte. Theoderich sollte Rom und Italien für das Imperium zurückerobern, bis der Kaiser selbst in den Westen kommen würde. Die fünfjährige Rabenschlacht (Schlacht um Ravenna) begann. Am 5. März 493 ermordete Theoderich Odoaker in Ravenna, obwohl sich beide bereits verständigt hatten. Fortan herrschte Theoderich als princeps Romanus und „an Stelle des Kaisers“ über Italien – Ostrom musste dies wohl oder übel hinnehmen. 497 kam es dann zu einer vorläufigen Einigung zwischen Ravenna und Konstantinopel, wobei sich die Duldung der gotischen Herrschaft aus Sicht des Kaisers wohl nur auf Theoderich, nicht auf etwaige Nachkommen bezog.

Nach Ausschaltung der Konkurrenz im eigenen Lager war die Herrschaft Theoderichs gekennzeichnet von der Anknüpfung an die spätantike Verwaltungspraxis in Italien, vom Bestreben um einen Ausgleich zwischen Goten und Römern (die Arianer bzw. Katholiken waren) und die Konsolidierung der Macht (Heirats- und Bündnispolitik). Er konnte jedoch nicht die Etablierung der fränkischen Herrschaft über Gallien verhindern; nur die Mittelmeerküste blieb auch nach 507 zunächst gotisch. 511 machte er sich zum König über die vier Jahre zuvor von den Franken besiegten Westgoten, während es im Inneren zu einer kulturellen Spätblüte Italiens kam. Die letzten Jahre des Theoderich wurden überschattet von Fehlleistungen, wie der Hinrichtung des Boethius. Theoderich starb schließlich am 30. August 526, wobei zahlreiche Legenden über seinen Tod entstanden. Sein Grab in Ravenna ist leer.

Die Zeit danach war chaotisch: Als Vormund des designierten, aber erst 10-jährigen Nachfolgers Athalarich, regierte Theoderichs Tochter Amalasuntha. Ihr Vetter Theodahad entmachtete sie jedoch 534. Ostrom griff unter dem energischen Kaiser Justinian I. in den Kampf ein: Der oströmische Feldherr Belisar landete 535 auf Sizilien und stieß rasch bis nach Rom vor. Die rebellierenden Goten stürzten Theodahat und erhoben 536 Witichis zum König, der Belisar bis 540 standhalten konnte. Doch im Mai 540 zog Belisar in Ravenna ein und nahm den König gefangen: Die Ostgoten schienen besiegt.

Die Reste des Gotenheeres erhoben aber 541 Totila zum König, dem es dann völlig überraschend gelang, innerhalb kurzer Zeit größere Teile Italiens zurückzuerobern. Offenbar hatten sich die kaiserlichen Beamten in kürzester Zeit so unbeliebt gemacht, dass Totila viele Anhänger fand. In den folgenden zehn Jahren wurde das Land durch den Krieg so gründlich verwüstet, dass diese Katastrophe das Ende der spätantiken Kultur Italiens bedeutete; es tobte ein grausamer Krieg mit wechselndem Glück. Auch der erneut entsandte Belisar konnte aufgrund zu geringer Truppenstärke – die kaiserliche Hauptarmee war durch einen Krieg gegen die persischen Sassaniden gebunden – keine Entscheidung herbeiführen und wurde schließlich wieder abberufen. 552 wurde die neue oströmische Italienarmee (etwa 30.000 Soldaten) dann von Narses angeführt, der Totila 552 in der Schlacht von Busta Gallorum entscheidend schlug (Tod Totilas).

Mit Teja endete im Herbst 552 in der Schlacht am Milchberg die ostgotische Agonie. Die meisten Goten unterwarfen sich Narses. Die überlebenden Goten wurden teils zu oströmischen Untertanen, teils leisteten sie an einigen Orten noch bis 562 hinhaltenden Widerstand, und teils schlossen sie sich den Franken und Langobarden an (siehe dazu auch: Justinian I.).

Die Westgoten
(Vom Donauübergang 376 bis zur Ansiedlung in Aquitanien 418)

Die ungefähre Route des Zugs der Westgoten – innerhalb von zwei Generationen durchquerten sie zwischen 376 und 418 das halbe Römische Reich, bis sie schließlich in den Westprovinzen sesshaft wurden.Kaiser Valens hatte 376 den Goten unter Fritigern erlaubt, die Donau zu überschreiten und sich in Teilen Thrakiens anzusiedeln.[19] Sie wurden jedoch wegen des Versagens der dortigen Verwaltung nicht entwaffnet; dadurch gelangten schließlich zehntausende Goten über die Donau, sodass die Römer aufgrund von logistischen Problemen mit der Versorgung vollkommen überfordert waren, zumal es auch zu Misswirtschaft auf römischer Seite kam. Die römische Armee war ebenfalls völlig überfordert und konnte nicht verhindern, dass mit den Goten etliche andere Stämme teils ungeordnet die Donau passierten; kurz darauf kam es auch zu Kampfhandlungen. Die römische Regionalarmee wurde geschlagen und römische Sklaven und bereits romanisierte Goten gingen zu Fritigern über. Eine Gruppe von Greutungen, die sich zum selben Zeitpunkt ganz in der Nähe befand, nahmen mit den Terwingen Kontakt auf, ebenso wie einige Alanen und flüchtige Hunnen (so genannte Drei-Völker-Konföderation).

Die römische Reaktion war, dass Kaiser Valens die gesamte östliche Hofarmee von ca. 30.000 Mann nach Thrakien führte. Sein Neffe Gratian sollte von Norden mit seinen Elitetruppen anrücken, wurde jedoch durch einen plötzlichen Einfall der Alamannen aufgehalten und traf erst verspätet im Nordwesten des heutigen Bulgarien ein. Valens entschloss sich dennoch, am Morgen des 9. August 378 anzugreifen, bevor sein Neffe eintraf; bei Adrianopel kam es zur Schlacht.
Ihm wurde gemeldet, dass das Gotenheer nur aus 10.000 Mann bestehen würde; als Valens jedoch ankam, fand er ein vielfach größeres Heer hinter einer gewaltigen Wagenburg verschanzt vor. Man wollte nochmals verhandeln, um eine friedliche Lösung herbeizuführen, doch begannen zwei römische Einheiten wegen Disziplinlosigkeit ohne Befehl den Angriff und zogen den Rest mit hinein. Die Goten wehrten ab, sodass die Römer gezwungen waren, sich neu zu formieren. Das schwierige Manöver gelang und sie griffen erneut in konzentrischen Wellen die Wagenburg an. In diesem Moment kehrten jedoch die Reiter der Greutungen von ihrer Nahrungssuche zurück und griffen sofort ein, während Fritigern einen Ausfall startete. Die Römer wurden in die Zange genommen und wurden nun von zwei Seiten angegriffen. Der linke Flügel schaffte es jedoch weiter vorzudringen, wurde aber von den greutungischen Reitern abgefangen, woraufhin die römische Kavallerie und die taktische Armeereserve floh.
Zwei Drittel des römischen Heers, ihr Kaiser und fast alle Generäle und Stabsoffiziere wurden getötet. Die kampfstärksten Teile der römischen Armee im Osten waren damit weitgehend vernichtet. Die Folgen der Schlacht von Adrianopel waren vielfältig. Die Terwingen/Westgoten wurden nun zu Reitern, die Christianisierung gefördert und die römische Politik gegenüber reichsangehörigen Barbaren musste geändert werden, das heißt, sie wurden von nun an integriert und dementsprechend wurden wirtschaftliche, politische und rechtliche Maßnahmen getroffen. Ob Adrianopel der Anfang vom Ende des Imperiums war, wie manchmal in der älteren Forschung vermutet, wird inzwischen stark angezweifelt. Vielmehr kam es zu einer Umorientierung der römischen Germanenpolitik, was allerdings auch die Barbarisierung des Heeres förderte.
Oktober 382 kam es zu einer vertraglichen Einigung zwischen den Westgoten und dem römischen Kaiser Theodosius I., der seit 379 als Mitkaiser im Osten herrschte. Demnach wurden die Goten als Foederaten zwischen Donau und Balkangebirge angesiedelt, erhielten steuerfrei Land (welches aber römisches Staatsgebiet blieb) und Jahrgelder, mussten dafür aber als Soldaten dienen. Außerdem wurde ein Eheverbot zwischen Römern und Goten erlassen. Dieser Vertrag setzte eine Entwicklung in Gang, die letztendlich dazu führte, dass die Goten zu einem „Staat im Staate“ wurden, wobei diese Entwicklung allerdings nicht vorher in ihrer ganzen Tragweite absehbar gewesen ist – zumal Theodosius das Gotenproblem wenigstens vorläufig gelöst hatte und nun auch wieder über eine schlagkräftige Armee verfügte, in welche die Goten nun eingebunden wurden. Insgesamt betrachtet wich dieser „Gotenvertrag“ nicht wesentlich von der römischen Vertragspraxis ab; es war vielmehr die spätere Entwicklung, welche die Auswirkung des foedus offen zu Tage treten ließ.[21]
Möglicherweise aufgrund des immer stärker gewordenen hunnischen Drucks drangen ab 391 westgotische Verbände plündernd nach Süden vor; dabei tötete der gegenüber Rom loyale Stammesführer Fravitta den Rebellen Eriulf. Als dann 394 die Hunnen in großem Stil die Donau überschritten, verließen die Goten ihre Wohnsitze und zogen unter Alarich I. plündernd über den Balkan und die Peloponnes, zumal sie sich nach dem Tod des Kaisers Theodosius I. nicht mehr an ihre mit ihm geschlossenen Verträge gebunden fühlten. Nachdem sie von dem römischen Feldherrn Stilicho geschlagen wurden, erhielten sie 397 ein neues foedus und wurden in Makedonien angesiedelt.
Dort blieben sie aber nur vier Jahre, denn Alarich hatte noch immer keine Position im römischen Staat erlangt, die seinen Vorstellungen entsprach. 401 gingen die Goten erneut auf Wanderschaft und zogen kreuz und quer durch das Ostreich (Balkan) und Italien, um sich schließlich 408 vor Rom festzusetzen. Am 24. August 410 nahmen die Westgoten, die bereits zuvor zweimal mit einer solchen Aktion gedroht hatten, Rom ein und plünderten es drei Tage lang.[22] Wegen der prekären Versorgungslage versuchte Alarich vergeblich, nach Nordafrika zu gelangen: Auf dem Rückzug nach Norditalien starb er. Sein Nachfolger Athaulf führte die Westgoten nach Gallien.
Nach weiteren militärischen Konflikten (Vorstöße nach Spanien, ein weiterer Versuch nach Nordafrika vorzustoßen), erhielten die Goten nach einer Niederlage 418 wieder einmal einen Föderatenvertrag und wurden in Aquitanien angesiedelt: Das Tolosanische Reich der Westgoten um Tolosa (das heutige Toulouse) entstand.[23]


Das Tolosanische Reich
In den nächsten Jahrzehnten kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Römern und Westgoten bzw. zwischen Römern und diversen anderen Germanenstämmen und schließlich mit der immer massiver werdenden Hunnengefahr. 451 kam es dann zur Schlacht auf den Katalaunischen Feldern. Dort standen sich auf der einen Seite die Hunnen, Gepiden, verschiedene andere Germanenstämme sowie Ostgoten, auf der anderen Seite Römer, Gallier, ebenfalls diverse Germanenstämme und Westgoten gegenüber. Die Schlacht endete zwar unentschieden, aber der Nimbus der Unbesiegbarkeit Attilas war dahin. Der Legende nach starb der damalige König der Westgoten Theoderid durch einen Speerwurf des Ostgoten Andagis. Es ist allerdings fraglich, ob der Schlacht weltgeschichtliche Bedeutung zugemessen werden kann.

Die Mittelmeerwelt um 450 n. Chr. Kenntlich sind auch die Siedlungsräume germanischer Stämme innerhalb des Imperium RomanumIn der Folgezeit konsolidierte sich das Westgotenreich zunehmend. Theoderich II. nahm Einfluss auf die weströmische Politik und setzte seinen Bekannten, den vornehmen Gallo-Römer Avitus als Kaiser durch. Nach dessen Tod kämpfte Theoderich II. gegen den weströmischen Heermeister Aegidius, der 458 die westgotische Belagerung von Arles aufhob. Als sich Aegidius 461 mit der Regierung in Ravenna zerstritt und sich nach Nordgallien absetzte, griffen die Westgoten im Auftrag des mächtigen Heermeisters Ricimer Aegidius an, der sie jedoch mit fränkischer Unterstützung 463 bei Orléans schlagen konnte; eine römische Enklave in Nordgallien hielt sich unter Syagrius, dem Sohn des Aegidius, noch bis 486.

Besonders unter dem bedeutenden König Eurich, der in den 460er Jahren angesichts der Schwäche des weströmischen Kaisers den Föderatenvertrag kündigte und sich an die Eroberung der umliegenden gallischen Gebiete machte, erstarkte das Westgotenreich zusehends. Dabei trafen die Goten offenbar auf wenig Widerstand; vielmehr rückten sie vielerorts wohl einfach in die Position, die der Kaiser nicht mehr ausfüllen konnte. Dabei kam es sowohl zur Konfrontation als auch zur Kooperation mit der gallorömischen Oberschicht. Auch Spanien geriet zunehmend in den Fokus westgotischer Aktivitäten, wo Eurich sich auch festsetzen konnte. Mit dem Ende des Weströmischen Kaisertums im Jahre 476 wurde das Tolosanische Reich faktisch eigenständig und reichte in der Zeit seiner größten Ausdehnung von Hispanien, das in den 490er Jahren zwei große Einwanderungswellen erlebte, bis ins heutige Mittelfrankreich (an der Loire).

Gegen die vordringenden Franken unter dem Merowinger Chlodwig I., die 486 das nordgallische Reich des Syagrius erobert hatten, verloren die Westgoten unter König Alarich II. nach der Niederlage in der Schlacht von Vouillé im Jahr 507 weitgehend ihre gallischen Länder. Danach waren sie auf die Iberische Halbinsel und einen schmalen, aber sehr wertvollen Streifen an der heute französischen Mittelmeerküste (Septimanien) beschränkt. Auch Tolosa ging verloren. Offenbar hatte Alarich II. die Bedrohung durch Chlodwig völlig unterschätzt und den Fall des Syagrius, den er noch an Chlodwig ausgeliefert hatte, nicht als Warnhinweis ernst genommen. Auch die Unterstützung durch gallo-römische Kontingente unter dem Senator Apollinaris konnte das Blatt nicht wenden; Alarich wurde in der Schlacht getötet, und zunächst übernahm sein Sohn Amalarich die Herrschaft. Das Westgotenreich befand sich aber in Auflösung und konnte nur mit ostgotischer Hilfe gegen die Franken verteidigt werden. 511 gerieten die Westgoten dann zeitweilig unter ostgotische Herrschaft: Theoderich, die westgotische Anarchie ausnutzend, erklärte sich zu ihrem König.


Das Toledanische Reich
Nach Theoderichs Tod wurden die Westgoten 526 wieder unabhängig, neue Residenz wurde Toledo.[24] König Leovigild gelang es nach einer längeren Zeit der Wirren, die Iberische Halbinsel völlig unter westgotische Kontrolle zu bringen. Er unterwarf die Kantabrer und die Sueben im Nordwesten und drängte auch die Oströmer zurück, die unter Justinian I. seit 552 Gebiete im Süden um Cordoba und Carthago Nova erobert hatten. Die letzten kaiserlichen Festungen in Spanien kapitulierten aber erst in den 620er Jahren.

Die folgenden Jahrzehnte waren von häufigen Auseinandersetzungen um die Thronfolge geprägt. Aus dem alten germanischen Heerkönigtum hatte sich ein Wahlkönigtum entwickelt, mächtige Adelsfamilien kämpften um die Krone. Das jeweilige Königshaus versuchte dagegen eine Erbmonarchie durchzusetzen. Ein weiterer Machtfaktor war die katholische Kirche. Nachdem Versuche der Könige gescheitert waren, die Mehrheit der Bevölkerung zum Arianismus zu bekehren, wählten sie schließlich den umgekehrten Weg: Nachdem König Rekkared I. bereits 587 zum Katholizismus übergetreten war, wurde auf dem 3. Konzil von Toledo 589 der Katholizismus Reichsreligion, worauf der Arianismus offenbar bald verschwand. Dadurch wurde auch die früher verbotene (wenn auch oft praktizierte) Vermischung der bisher arianischen Westgoten (nur etwa 2–3 % der Gesamtbevölkerung Spaniens) mit den übrigen Bevölkerungsgruppen möglich. Als Folge schwand der Gebrauch der gotischen Sprache schnell zugunsten einer frühspanischen bzw. spätlateinischen Umgangssprache. Zum Zeitpunkt der arabischen Invasion 711 wird mit Ausnahme der höchsten Adelskreise niemand mehr die gotische Sprache verwendet haben. Die westgotischen Könige geboten in der Folgezeit faktisch uneingeschränkt über die Kirche, ohne Einmischung durch den Papst, womit die spanischen Bischöfe offenbar einverstanden waren.[25]

Das 6. Jahrhundert war eine kulturelle Blütezeit des Westgotenreichs, die durch eine zunehmende Verdrängung der gotischen zugunsten der spätantiken römischen Elemente gekennzeichnet war; auch sorgten Könige für die Rechtskodifikation, die bereits Eurich begonnen hatte und die sich bis ins 7. Jahrhundert fortsetzte. Doch brachen in der darauffolgenden Zeit die Thronkämpfe nicht ab. König Wamba (672–680) war der erste westeuropäische Herrscher, von dem sicher bekannt ist, dass er sich nach alttestamentlichem Vorbild zum König salben ließ – ein Weg, die eigene Position zu stärken, der einige Jahrzehnte später auch im Frankenreich eingeschlagen wurde.

Nach dem Tod König Witizas wurde 710 Roderich (Rodrigo) zum König gewählt. Die Muslime, die ganz Nordafrika erobert hatten (vgl. Islamische Expansion), überquerten mit einem Expeditionskorps von mindestens 8.000 Mann die Meerenge von Gibraltar. König Roderich befand sich gerade auf einem Feldzug gegen aufständische Basken. Er eilte mit nahezu dem gesamten gotischen Heer nach Süden. Entgegen anders lautenden Behauptungen in späteren Quellen steht nach heutigem Forschungsstand fest, dass der König nicht von Adligen aus den eigenen Reihen verraten wurde. Allerdings wurde er von den gotischen Großen offenbar dazu genötigt, die Schlacht anzunehmen, bevor sein Heer vollzählig versammelt war. In der Schlacht am Rio Guadalete unterlag er den Invasoren. Die westgotische Hauptstadt Toledo fiel kampflos. Sevilla und einige große Städte konnten sich noch fast zwei Jahre gegen die in der Folge in großer Zahl ins Land strömenden Muslime halten. 719 war die muslimische Eroberung der Iberischen Halbinsel abgeschlossen; 725 wurde der letzte Rest des Reichsteils Septimanien nördlich der Pyrenäen von den Muslimen eingenommen. Der westgotische Adlige Theodemir schloss mit den Muslimen Frieden und konnte sich so ein erbliches Fürstentum unter muslimischer Oberhoheit sichern; diese Landschaft wurde nach ihm Tudmir benannt.

Von Asturien aus begann unter dem gotischen Adligen Pelagius (Pelayo) die später so genannte Reconquista (Rückeroberung der Iberischen Halbinsel durch die Christen). Nach dem Zusammenbruch des Westgotenreichs war auch Asturien vollständig unter muslimische Herrschaft geraten, doch 718 wurde Pelayo von Aufständischen zum König oder Fürsten gewählt. Er gründete damit das Reich Asturien, dessen Herrscher sich später als Nachfolger der Westgotenkönige betrachteten.

Die gotischen Spuren in der spanischen Kultur sind minimal, zumal die Zahl der Goten nie besonders groß war; allerdings führten nicht wenige Granden noch sehr lange – zum Teil bis heute – ihr Geschlecht mit Stolz auf tatsächliche oder vermeintliche germanische Vorfahren zurück.


TEMPLERORDEN
TEMPLER
TEMPELRITTER
TEMPELHERREN
SCHWERT UND SCHILD DER ARIOSPHIE




SCHWERT UND SCHILD DER ARIOSPHIE
Der Templerorden aus Sicht der Ariosophie.
Der Templerorden repräsentiert das militärische Christentum, er war Schwert und Schild der wahren christlichen Lehre, der ARIOSOPHIE im Kampf gegen die Tiermenschen, Affengötzen und Barbaren, in einer Zeit in der tiermenschliche Kulte in Europa und Nahost noch weit verbreitet waren.

Die Vernichtung des Templerorden bedeutet eine Wende in der Weltgeschichte, das Obenaufkommen des Tschandalen- und Tiermenschentums und die Verschändung der menschlichen Rasse.
Im Jahre 2000 wurde der Templerorden, der ORDO NOVI TEMPLI (ONT) neu gegründet und versucht ein neues goldenes Zeitalter der Ariosophie einzuleiten:
Wirken Sie mit!
Fördern Sie unsere Arbeit und unseren Kampf um die menschliche Zivilisation!


Der Templerorden (auch die Templer, Tempelritter oder Tempelherren genannt; ca. 1118 bis ca. 1312) wurde um 1118 gegründet und war ein geistlicher Ritterorden, der in Folge des Ersten Kreuzzugs entstand. Sein voller Name lautete Arme Ritterschaft Christi und des salomonischen Tempels zu Jerusalem (Pauperes commilitones Christi templique Salomonici Hierosalemitanis). Er war der erste Orden, der die Ideale des adligen Rittertums mit denen der Mönche vereinte, zweier Stände, die bis dahin streng getrennt waren. In diesem Sinne war er der erste Ritterorden.

Name
Der Name „Arme Ritterschaft Christi und des salomonischen Tempels“ rührt von dem Umstand her, dass König Balduin dem Orden einen Flügel seines Palastes, der heutigen Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg in Jerusalem, wo bis zur Zerstörung durch den persischen Sassanidenherrscher Chosrau II. im Jahre 614 eine Basilika St. Maria gestanden hatte, als Quartier angeboten hatte, welcher auf den Grundmauern des salomonischen Tempels gebaut worden war.

Geschichte
An der Stelle der heutigen Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg, wo von 530-614 die Basilika St. Maria stand, befand sich bis 1187 das erste Hauptquartier der Tempelritter Jerusalem während der Kreuzzüge Balduin übergibt den Tempel Salomons an Hugo von Payens und Gottfried von Saint-OmerDie Ereignisse der frühen Jahre des Templerordens sind historisch nicht endgültig festzustellen. Die wichtigste diesbezügliche Quelle stellt der Bericht des Erzbischofs Wilhelm von Tyrus dar. Wilhelm war allerdings um 1130 geboren worden und war somit kein Augenzeuge oder Zeitgenosse. Weitere Schilderungen stammen von Jakob von Vitry, der im frühen 13. Jahrhundert Bischof von Akkon war.

Gründung
Das genaue Gründungsdatum des Ordens ist nicht bekannt. Es dürfte aber zwischen 1118 und 1121 liegen. Schwierigkeiten der Datierung beruhen auf dem zeitgenössischen Stil der Urkunden. Das Konzil von Troyes, in dessen Rahmen die erste urkundliche Erwähnung fällt, ist zeitgenössisch für den Januar 1128 verbrieft.[1] Allerdings wurden damals in Südfrankreich die Urkunden im sogenannten Stil Mariä Verkündigung datiert, in dem der Jahresbeginn am 25. März begangen wird, so dass der urkundliche 13. Januar 1128 wahrscheinlich der 13. Januar 1129 nach heutiger Zeitrechnung war. Diese Deutung ist, wie fast alles in der frühen Ordensgeschichte, nicht unumstritten. In der betreffenden Urkunde wird vom neunten Gründungsjahr gesprochen, was mit der oben genannten Einschränkung auf eine Gründung im Jahre 1119 oder 1120 schließen lässt.

Zu dieser Zeit war Jerusalem ein Anziehungspunkt für viele Pilger und Abenteurer aus Europa. Kurz nach dem ersten Kreuzzug stand der Seeweg offen. Die Straßen von der Küste ins Landesinnere waren jedoch sehr unsicher. Die zahlreichen Pilger in den bergigen Regionen der Strecke von Jaffa über Ramla nach Jerusalem zogen Räuber an. Der Großteil des Kreuzritter-Heeres war nach Europa zurückgekehrt, weshalb kaum Schutz vor Überfällen bestand. Aller Wahrscheinlichkeit nach waren es Hugo von Payns, Gottfried von Saint-Omer und sieben weitere französische Ritter, die daher einen Orden gründeten, dessen Aufgabe es sein sollte, die Straßen des heiligen Landes für die christlichen Reisenden zu sichern. Die Ritter legten vor dem Patriarchen von Jerusalem ein Ordensgelübde ab. Neben den „klassischen“ Gelübden, die sich auf Armut, Keuschheit und Gehorsam bezogen, verpflichteten sich die Ordensbrüder jedoch zudem, den Schutz der Pilger sicherzustellen.

Als weitere Gründungsmitglieder gelten neben Hugo von Payens und Gottfried von Saint-Omer auch Andreas von Montbard (ein Onkel Bernhards von Clairvaux), Gundomar, Gudfried, Roland, Payen von Montdidier, Gottfried Bisol und Archibald von Saint-Amand. Die frühe Ordensbezeichnung lautete Paupere Militie Christi (Arme Ritter Christi). Der neue König von Jerusalem, Balduin II., überließ den Templern im Jahre 1119 die Gebäude seines ehemaligen Palastes, die auf dem Gelände des alten Tempels Salomons erbaut gewesen sein sollen. Er selbst bezog einen neugebauten Palast beim Davidsturm. Der Orden nannte sich daraufhin Pauperes commilitones Christi templique Salomonici Hierosalemitanis (Arme Ritter Christi und des Tempels von Salomon zu Jerusalem), woraus sich dann die heute üblichen Namensgebungen Templer, Tempelritter, Tempelherren bzw. Templerorden ableiten

Frühe Jahre
Im Jahre 1125 erlebte der Orden den ersten Aufschwung durch den Beitritt des Grafen Hugo I. von Champagne, der ein Freund des Abtes Bernhard von Clairvaux gewesen war. Bernhard war einer der wichtigsten Kleriker seiner Zeit. Nach anfänglicher Skepsis setzte er sich ab 1129 wortgewaltig für die Unterstützung des Templerordens und des zweiten Kreuzzuges ein.

1127 reiste Hugo von Payens in Begleitung von fünf anderen Gründungsmitgliedern nach Europa zurück, um für den Orden neue Mitglieder zu werben. Außerdem hatte die Idee der Vereinigung von Kriegern und Mönchen Streitfragen aufgeworfen, die die Templer den geistlichen Größen der Christenheit vorlegen wollten. In Jerusalem dürfte es zu dieser Zeit bereits eine ganze Reihe von Ordensmitgliedern gegeben haben, denn nach zehn Jahren war 1129 der Ausbau der Al-Aqsa-Moschee zur Festung und zum Sitz der Templer abgeschlossen. Dies hätte von den vier in Jerusalem zurückgebliebenen Mitgliedern schwerlich allein durchgesetzt und bewältigt werden können.

Ab 1127 sind zunehmend Schenkungen von Landbesitz an den Orden zu verzeichnen, insbesondere in Frankreich, doch auch in England, Spanien, Portugal und Italien. Ein nicht geringer Teil der Schenkungen wird auf den Einfluss von Bernhard von Clairvaux zurückgeführt, der Abt des Zisterzienserklosters von Clairvaux war.

Im Januar 1128 oder 1129 fand in Troyes ein Konzil statt.[1] Anwesend waren laut der Präambel zur Ordensregel Kardinal Matthias von Albano, einige Bischöfe, die Äbte Hugo von Mâcon von Pontigny, Bernhard von Clairvaux, Stephan Harding von Cîteaux sowie weitere Kleriker und Laien; von den Templern wohnten Hugo von Payens, Andreas von Montbard und möglicherweise weitere Ordensmitglieder der Zusammenkunft bei. Die Ordensregeln wurden schriftlich festgelegt. Sie waren augustinisch geprägt, doch sind auch zisterziensische Einflüsse erkennbar, was für manche darauf hindeutet, dass Bernhard bei der Festlegung der Regeln beteiligt war. Mit zahlreichen weiteren Beitritten ging auch ein Wachstum der Spendeneinkünfte einher. Im Heiligen Land gehörten die Burgen Baghras (ab 1134 oder 1137), Roche Roussel und Darbsak zu den frühesten Besitzungen der Templer.

Am 29. März 1139 wurde die Organisation der Templer von Papst Innozenz II. durch die Bulle „Omne datum optimum“ erneut bestätigt und der Orden direkt dem Papst unterstellt. Dadurch bildete der Orden faktisch einen Staat im Staat und war für weltliche Herrscher nahezu unantastbar. So war er nicht nur von der Steuer befreit, sondern durfte selbst Steuern erheben. Außerdem verlieh er Geld gegen Zinsen, was zwar eigentlich verboten war, aber stillschweigend hingenommen wurde. Die Templer begannen sich langsam immer mehr auf dieses Geschäft zu konzentrieren.

Die Templer waren der erste Orden, der die Ideale des adligen Rittertums mit denen der Mönche verband. Nach dem Vorbild der Templer formten sich in der Folgezeit weitere Ordensbruderschaften zu geistlichen Ritterorden um. Der bedeutendste von ihnen war der Johanniter- oder Hospitaliterorden, der bereits 1099 als reine Hospitalsbruderschaft bestand und bis Mitte des 12. Jahrhunderts sein Tätigkeitsfeld von der Beherbergung und Pflege von Pilgern, Kranken und Armen auch auf deren militärischen Schutz durch Ordensritter ausweitete. Auch der 1189 als Hospitalsbruderschaft gegründete Deutsche Orden wurde 1198 nach dem Vorbild der Templer zu einem geistlichen Ritterorden erweitert. Insbesondere zwischen den Johannitern und Templern entwickelte sich in der Folgezeit eine rege Konkurrenz um Macht und Einfluss im Heiligen Land, die teils gar in blutigen Gefechten ausartete und die Kreuzfahrerstaaten insgesamt schwächte

Einsätze
Militärische Aktivitäten
Der erste Kriegseinsatz des Ordens anlässlich der Belagerung von Damaskus im Jahre 1148 endete in einem Fiasko. Zahlreiche – wenn nicht sogar die meisten – Templer fielen im Kampf. Die Reihen wurden jedoch wieder aufgefüllt, und die Templer nahmen an allen größeren militärischen Aktionen im Heiligen Land teil. Wie die anderen Orden blieben die Templer vom Königreich Jerusalem unabhängig und wurden zu einer eigenständigen politischen Kraft. Nach dem Fall der Stadt Akkon, der letzten Hauptstadt des christlichen Outremer, am 18. Mai 1291, hielt die dortige Templer-Zitadelle noch weitere zehn Tage stand und brach dann, von den Truppen des Mameluken-Sultans unterminiert und einem Sturmangriff ausgesetzt, über den Verteidigern zusammen. Die zwei letzten Burgen auf dem Festland, die Festungen Tortosa und Athlit, wurden im August kampflos geräumt. Der Orden zog sich nach Zypern zurück. Eine wasserlose Insel vor Tortosa, Ruad, blieb bis zum 28. September 1302 im Templerbesitz.

Der Orden beteiligte sich auch aktiv an der Vertreibung der Mauren (Reconquista) aus der Iberischen Halbinsel.

Wirtschaftliche Aktivitäten
Die Templer beschäftigten sich aber nicht nur mit dem Kriegshandwerk: Die Einkünfte der europäischen Komtureien mussten nach Outremer, den lateinischen Staaten im heiligen Land, transportiert werden. Diese Transporte begründeten die Finanzaktivitäten des Tempels. Zunächst dienten die Tempelhäuser im Osten nur als Tresore und Schatzkammern des Landes, aber schon für das Jahr 1135 sind erste Verleihgeschäfte verbürgt. Gegen Ende des 12. Jahrhunderts machten die Templer Geldanleihen zu einer regulären geschäftlichen Betätigung. Ihr finanzieller Ruf war dabei so gut, dass auch Muslime ihre Dienste in Anspruch nahmen. Die Templer erfanden eine eigene Art der Kreditbriefe (Vorläufer der heutigen Banknoten) sowie fortschrittliche Techniken der Buchführung.

Etwa 15.000 Ordensmitglieder verwalteten um die 9.000 über ganz Europa verstreute Besitzungen (von denen aber nur ein geringer Teil eigenständige Komtureien waren). Zu den bekanntesten zählen die Siedlung Tempelhove, sowie die beiden „Hauptquartiere“, der Temple in Paris und die Temple Church in London. Heute gibt es noch eine Burg des alten Templerordens in Europa, alle anderen wurden zerstört. Die Siedlung Tempelhove ist heute bekannt als Berlin-Tempelhof. Das letzte Überbleibsel der alten Templer-Siedlung, der Friedhof im Alten Park, ist trotz Zerstörung der ursprünglichen Dorfkirche Tempelhofs im 2. Weltkrieg noch erhalten.

Das Ende
Ebenso wie die Gründung des Ordens vollzog sich auch sein Ende in mehreren Schritten. Die Gründe waren vielfältig. Zum einen verfestigten sich zwischen 1100 und 1300 zunehmend die Strukturen der Königreiche. Wo man zuvor erst Christ und dann beispielsweise Untertan des französischen Königs war, kehrte sich dieses Verhältnis allmählich um. Die Könige betrachteten die supranational organisierten päpstlichen Orden zunehmend mit Misstrauen, besonders da die Mönchsritterorden das größte stehende und auch im Kampf erfahrenste Heer bildeten. Anders als die Templer verstanden es die beiden anderen großen Orden, sich eigene territoriale Herrschaftsbereiche zu sichern: die Johanniter auf Rhodos und die Deutschordensritter in Preußen. Hinzu kommt wohl auch, dass die Templer den Antrag auf Mitgliedschaft König Philipps IV. (Philipp der Schöne) ablehnten.

Außerdem empfahlen nach dem Fall Outremers mehrere Gelehrte dem französischen König in vertraulichen Berichten einen neuen Kreuzzug. Einen Teil des Geldes sollte sich der König besorgen, indem er die Templer vernichtete und ihre Güter beschlagnahmte. Da Philipp IV. hoch verschuldet war, unter anderem auch bei den Templern, beherzigte er diesen Rat, ohne jedoch an einen Kreuzzug zu denken. Allerdings war ein derart offensichtliches Vorgehen auch dem König unmöglich: Die Rechtsgelehrten betonten ausdrücklich, die eingezogenen Güter müssten der christlichen Sache im heiligen Land zugute kommen.

Anklagepunkte
1307 wurden die Mitglieder des Ordens schließlich der Ketzerei angeklagt. Der Papst war zu dieser Zeit vom französischen König abhängig, daher standen die Chancen des Ordens schlecht. Philipp IV. machte die Sache zur Staatsaffäre. Geschickt setzte er den aus Frankreich stammenden Papst Clemens V., der seinen Amtssitz auch nach Avignon verlegt hatte, unter Druck, und drohte unter dem Vorwand angeblich vorhandener Kinder des Papstes mit einem Ketzerprozess gegen dessen Vorgänger und Mentor Bonifatius VIII., der bis 1303 Papst gewesen war. Auch drohte der König die Kirche Frankreichs abzuspalten, falls der Papst seine Unterstützung der Templer nicht einstelle (stellte er sich vor die ketzerischen Templer – wäre er selber ein Ketzer).

Haftbefehl Philipps IV. und Gefangennahmen
Am 14. September 1307 (dem wichtigen Fest „Kreuzerhöhung“ und damit gewiss ein wohlüberlegtes Datum) wurde der Haftbefehl Philipps IV. ausgefertigt, und zwar für alle Templer ohne Ausnahme. Sie seien zu verhaften, gefangenzuhalten und dem Urteil der Kirche zuzuführen (capti tenantur et ecclesiae iudicio preserventur), ihre Besitztümer und bewegliche Habe sei zu beschlagnahmen und zu treuen Händen aufzubewahren (omnia bona sua mobilia et immobilia saisiantur et ad manum nostram saisita fideliter conserventur). Von der königlichen Kanzlei ergingen an alle „Dienststellen“ in Frankreich versiegelte Briefe mit der Auflage, sie am Freitag, den 13. Oktober 1307, zu öffnen und dann strikt dem Inhalt gemäß zu verfahren. Die Briefe enthielten die Haftbefehle. Mit dieser landesweit konzertierten Aktion konnte erfolgreich verhindert werden, dass die Brüder sich untereinander warnen konnten. Durch zahlreiche und fast gleichzeitige Verhaftungen wurden sämtliche Templer in Philipps gesamtem Machtbereich überrascht. Die königliche Seite brüstete sich damit, dass nur zwölf Ritter entkommen seien, darunter nur ein einziger Würdenträger. Die Verhaftungswelle war ein gut durchorganisiertes, polizeiliches Kommandounternehmen – das erste bekannte seiner Art in der Geschichte.

In Paris wurden 138 Personen festgenommen. Eine päpstliche Kommission zählte 1309 noch 546 Inhaftierte in Paris, wohin die Festgenommenen gebracht worden waren. Die Untersuchung der Inquisition zog sich über Jahre hin. Die Vorwürfe waren bei allen Brüdern gleich: in erster Linie Häresie und Götzendienst. Eine reale Grundlage für den Templerprozess war aus heutiger Sicht nicht gegeben. Es gab jedoch aus damaliger Sicht durchaus Anhaltspunkte, und zwar in den consuetudines, also den näheren Ausführungsbestimmungen der Regel, die man dafür nutzen konnte. Die recht ausführlichen consuetudines waren normalerweise strikt vertraulich. (Es ist ein Brief eines Templers aus Südfrankreich an den Großmeister bekannt, in dem er nahezu verzweifelt berichtet, dass den Leuten des Königs die consuetudines in die Hände gefallen seien.) In diesen wird nämlich auch zu Missständen Stellung genommen, wie sie vereinzelt wohl in allen Klöstern vorgekommen sind. Unter Folter gestand der Großmeister Jacques de Molay zunächst, widerrief dann aber kurz darauf. Es folgte ein sehr langes Ermittlungsverfahren, gegen den Willen des französischen Königs, der einen kurzen Prozess wollte. Wäre es ihm gelungen zu beweisen, dass der Orden insgesamt den Pfad seiner Regel verlassen hatte, ohne dass dies vom Papst moniert wurde (der ja den Orden approbiert hatte und die Aufsichtspflicht hatte), wäre der Papst selbst in Bedrängnis gekommen. Der Papst verhinderte dies. Ein Kräftemessen zwischen Papst und König endete schließlich mit einem Kompromiss zu Lasten der Templer: Der Papst verzichtete darauf, dem König den Prozess zu machen wegen des Attentats von Anagni, bestätigte in einer Bulle rex glorie virtutum vom 27. April 1311 die Gottunmittelbarkeit des Königtums (electum a domino) und verfügte die physische Entfernung/Vernichtung der Bulle unam sanctam aus den Unterlagen des Vatikans (was auch geschah), in der der Primat des Papstes über das Königtum ausdrücklich bekräftigt war; der König verzichtet auf einen „Coelestin V.“-Prozess. Das Opfer wurde der Templerorden, dessen Besitz jedoch bei der Kirche verblieb, bzw. bei den Johannitern und neugegründeten Orden in Spanien und Portugal (ad subsidiam terram sanctam).


Motto, Siegel und Wappen

Siegel der TempelritterDas Motto lautete: Non nobis Domine, non nobis, sed nomini tuo da gloriam!
(Nicht uns, o Herr, nicht uns, sondern Deinem Namen gib Ehre. Psalm 115,1) Das Siegel trug die Inschrift:
SIGILLUM MILITUM CHRISTI
(Siegel der Streiter Christi)
Das Siegel zeigt zwei gerüstete Ritter auf einem Pferd. Seine Deutung ist strittig. Es könnte auf das Armutsgelübde bei Eintritt in den Orden hinweisen, andere vermuten darin ein Symbol für den Grundgedanken der Brüderlichkeit, eine dritte Theorie besagt, dass die zwei Reiter eine Person seien, einmal als Krieger und einmal als Mönch. Erkennungszeichen des Ordens war in der Gründungsphase zunächst nur ein weißer Mantel über weißem Habit. Später (anlässlich des Zweiten Kreuzzugs am 27. April 1147 durch Papst Eugen III. verliehen) wurde dieser Mantel mit einem roten Kreuz über der linken Schulter versehen. Dies war zu Beginn ein gleichschenkliges, das später zu einem Tatzenkreuz weiter entwickelt wurde. Gelegentlich wurden in der Geschichte des Ordens auch Krückenkreuze verwendet.

Das Banner des Ordens („Beaucéant“) ist zweigeteilt in eine schwarze und eine weiße Seite (oben und unten — steht für Frieden und Krieg), später sah sie aus wie ein Schachbrett, und noch später wurde das Templerkreuz eingefügt. Organisation
Hierarchie
Die interne Ordensorganisation orientierte sich an der Ständeordnung des Mittelalters. Obwohl ursprünglich jeder freie Mann Mitglied werden konnte, bildete sich bald eine klare Hierarchie heraus:
Ritter entstammten meist dem Adel, ihnen stand als einzigen der weiße Mantel über dem weißen Habit zu, außerdem drei Pferde, den Würdenträgern aber vier Pferde ausgewählter Rasse. Sergeanten (sarjanz de mestier) oder dienende Brüder unterteilten sich in gewappnete Brüder, die als leichte Kavallerie kämpften, und Arbeitsbrüder, die die anfallenden Arbeiten (Schmiede, Sattler, Landwirtschaft) versahen. Sie trugen einen braunen Mantel und erhielten ein Pferd. Kaplane waren die Ordensgeistlichen, die den Gottesdienst versahen und die Beichte abnahmen. Sie trugen z.T. einen grünen Mantel. Knappen trugen den schwarzen Mantel und unterstützten die Ritterbrüder im Kampf. In den Besitzungen des Morgenlandes und Spaniens waren Kaplane und kämpfende Brüder zahlreich, in den Komtureien des Abendlandes eher selten. Zusätzlich konnte man dem Orden in anderen Formen an- oder zugehören: milites ad terminum waren dem Orden als kämpfende Brüder auf Zeit beigeordnete Ritter. Turkopolen dienten den Templern als Söldner. Es handelte sich dabei um Christen aus dem Heiligen Land, die nach Art der Sarazenen kämpften (d. h. als leichte Kavallerie mit Pfeil und Bogen). fratres ad succurendum waren Laien, die dem Orden erst auf dem Sterbebett beitraten, ihres Seelenheils wegen. Donates verschenkten sich selbst (und einen Teil ihres Besitzes) an den Orden. Die Schenkung trat meist erst im Alter in Kraft, sodass sie als eine Art Vorsorge, auch für das Seelenheil, zu sehen ist.
Confratres waren materielle Förderer des Ordens, die vor allem vom Ansehen des Ordens profitierten. Dies konnten auch Frauen sein.

Führung
An der Spitze der Macht standen die demokratisch gewählten Großmeister. In der Rangordnung folgten:
der Großkomtur, der die Aufsicht über den Ordensschatz, die Aufsicht über die Verteidigung und über die Großmeister hatte.
der Großmarschall, der die Aufsicht über die Waffen und das Kriegswesen hatte.
der Großspitter, dessen Aufgabenbereich die Ordensspitäler waren.
der Firmariearzt, der für die Krankenpflege verantwortlich zeichnete.
der Großtappir, der für die Kleider zuständig war.
der Drapier, Leiter der Verwaltung. der Tressler für das Finanzwesen.

Liste der Großmeister
Hugo von Payns (1118/19; † 24. Mai 1136)
Robert de Craon (Juni 1136; † 13. Januar 1147)
Everard des Barres (Januar 1147; † 25. November 1174, Rücktritt April/Mai 1151)
Bernard de Tromelai (Juni 1151; † 16. August 1153)
André de Montbard (14. August 1153; † 17. Januar 1156)
Bertrand de Blanquefort (Oktober 1156; † 2. Januar 1169)
Philippe de Milly (27. Januar 1169; † 3. April 1171, Rücktritt Anfang 1171)
Eudes de Saint-Amand (April 1171; † 19. Oktober 1179)
Arnaud de Toroge (1179; † 30. September 1184)
Gérard de Ridefort (Oktober 1184; † 1. Oktober 1189)
Robert de Sablé (Ende 1189; † 13. Januar 1193)
Gilbert Hérail (Februar 1193; † 20. Dezember 1200)
Philippe du Plessiez (Anfang 1201; † 12. November 1209)
Guillaume de Chartres (1210; † 26. August 1218)
Pedro de Montaigu (1219; † 1232)
Armand de Périgord (1232; † 17./20. Oktober 1244)
Richard de Bures (1244; † 1247)
Guillaume de Sonnac (1247; † April 1250)
Renaud de Vichiers (Juli 1250; † 1256)
Thomas Bérard (1256; † 25. März 1273)
Guillaume de Beaujeu (13. März 1273; † 18. Mai 1291)
Thibaud Gaudin (August 1291; † 16. April 1292)

Jacques de Molay (Mai 1292; † 18. März 1314)
PAX Gerhard I. Grossmeister ONT (seit Januar 2000; )


Gott hilf uns unser Werk zu vollenden!
Om!


SCHWERTBRÜDERORDEN




Eng mit dem Templerorden verbunden ist der in RIGA nach der Templer-Ordensregel gegründete SCHWERTBRÜDERORDEN, es waren die Soldaten der Ariosophie im Baltikum!

Schwertbrüderorden

Der Schwertbrüderorden (lateinisch Fratres miliciae Christi de Livonia, zu deutsch Brüder der Ritterschaft Christi von Livland) war ein geistlicher Ritterorden. Er wurde 1202 durch Theoderich von Treiden auf Initiative des Bischofs Albert I. von Riga[1] zur Missionierung von Livland (lettisch: Vidzeme) gegründet. Nach anfänglichen Erfolgen in den ersten Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts wurde der Orden im Jahre 1237 nach der schweren Niederlage bei Schaulen gegen die Litauer mitsamt seiner verbliebenen Mitglieder in den Deutschen Orden eingegliedert.
Geschichte

Papst Innozenz III. bestätigte 1204 den Schwertbrüderorden und verpflichtete dessen Meister zum Gehorsam gegen den Bischof von Riga (später Erzbischof). 1215 nahmen die Schwertbrüder Dorpat ein, 1227 folgte die estnische Insel Ösel.
Der Orden war der jüngeren Templerregel verpflichtet; seine Mitglieder lebten also nach den Evangelischen Räte, d.h. sie mussten unter spartanischen Bedingungen leben, sich in Keuschheit üben und waren zum Gehorsam gegenüber dem Ordensmeister verpflichtet. Der Orden unterschied seine Mitglieder in drei Klassen, nämlich Ritter, Priester und dienende Brüder. Die Ritter trugen einen weißen Mantel über weißem Waffenrock mit dem Zeichen des Ordens, einem roten Schwertkreuz, woraus sich auch die Bezeichnung „Schwertbrüder“ ergibt. Priesterbrüder trugen eine weiße Kutte, dienende Brüder schwarze oder braune Kleidung jeweils ebenfalls mit dem Zeichen des Ordens.
Der erste Herrenmeister des Schwertordens war Vinno von Rohrbach 1202-1209, ansässig in der Ordensburg von Wenden zu Livland. Sein Nachfolger wurde Volquin Schenk von Winterstein. Schnell eroberte der Schwertbrüderorden ganz Livland und Estland. Entgegen der päpstlichen Auflage machte sich der Orden jedoch bald vom Bischof unabhängig. 1207 ließen sich die Schwertbrüder vertraglich ein Drittel des eroberten Landes abtreten. Die andauernde Rivalität zwischen Bischof Albert und dem Orden mündete 1210 in einen Schiedsspruch des Papstes, der dem Orden allerdings noch weiter gehende Rechte zugestand. Ein gegen den Bischof geschlossenes Bündnis mit König Waldemar II. von Dänemark verkehrte sich im Konflikt um Reval, das heutige Tallinn, zum Nachteil des Ordens. Die Anerkennung der dänischen Ansprüche durch Gregor IX. im Jahr 1236 beschleunigte den schleichenden Niedergang des Ordens. Den Endpunkt setzte eine vernichtende Niederlage in der Schlacht von Schaulen 1236, die entweder im heute litauischen Šiauliai (deutsch Schaulen, lett. Saule) oder im lettischen Vecsaule stattfand. Sowohl Herrenmeister als auch die "Gebietiger" sowie ein Großteil kampffähiger Ritter und Gefolgsleute waren gefallen. Die Litauer stießen indes weiter vor und bedrohten Riga. Angesichts der unmittelbaren "heidnischen" Bedrohung durch die Litauer blieb nur noch ein Ausweg: Die verbliebenen Schwertbrüder wurden 1237 laut päpstlichem Schiedsspruch in der Viterber Union mit dem Deutschen Orden vereinigt. Ihr Besitz wurde auf den Deutschen Orden bei Wahrung eigener livländischer Verwaltung übertragen. 1237 traf der Landmeister im Pruzzenlande, Hermann Balk, als Bevollmächtigter des Hochmeisters Hermann von Salza beim durch die heidnischen Litauer schwer bedrängten Bischof in Riga ein. Die päpstlich beglaubigten Rechte des Deutschen Ordens wurden hier sofort anerkannt. Fortan übte ein Landmeister die Hoheitsrechte des Ordens in Livland aus.
Trotzdem blieben die preußischen und livländischen Ordenszweige sowohl administrativ als territorial getrennt. In Livland existierte, im Gegensatz zu Preußen, eine Teilung der Einflusssphären zwischen der Ordensgewalt und verschiedenen autonomen Bistümern. Bis in die Mitte des 14. Jahrhunderts gehörten einige nördliche Teile Livlands zum Königreich Dänemark.
Hinzu kam die unterschiedliche Herkunft der Kader beider Ordenszweige: Während in Preußen vorwiegend mittel- und westdeutsche Ordensherren regierten, rekrutierte sich das Korps des livländischen Ordenszweiges überwiegend aus norddeutschen und dänischen Rittern. Darin spiegelte sich die Bindung dieses Landes an die Traditionen der gewaltsamen Missionierung der Liven und Esten Anfang des 13. Jahrhunderts wider: Die Verbreitung des Christentums im nördlichen Baltikum erfolgte über vorhanseatische Seeverbindungen von Stützpunkten wie Lübeck und dem dänischen Seeland aus.
Koordinierte Aktivitäten beider Ordenszweige im andauernden Krieg gegen das Großfürstentum Litauen blieben angesichts dieser Konstellation die Ausnahme. Herausragendes Beispiel ist die Abwesenheit des gesamten livländischen Ordenszweiges während der entscheidenden Kampagne von 1410, die zur Katastrophe in der Schlacht bei Tannenberg führte. Der livländische Landmeister Conrad von Vytinghove berief sich auf einen mit dem litauischen Großfürsten Vytautas vereinbarten Waffenstillstand. In den kriegerischen Auseinandersetzungen des preußischen Ordensstaates mit Polen und dem preußischen Bund blieb der livländische Ordenszweig weitgehend neutral und wurde daher nicht in die Verhandlungen mit dem Königreich Polen nach Beendigung der Kampfhandlungen eingebunden. Preußen wurde 1525 zum weltlichen Herzogtum, während der livländische Ordensstaat erst 1561 zum Herzogtum Kurland und Semgallen sowie das Herzogtum Livland säkularisiert wurde.
Siehe auch:

Liste der Erzbischöfe von Riga
Liste der Landmeister von Livland















TEMPELRITTER über einem Tierwesen

DER HEILIGE GRAL
SYMBOL DER ARIOSOPHIE
KÖNIG ARTUS TAFELRUNDE


DER GRAL UND DIE ARIOSOPHIE
Der GRAL symbolisiert das arische Blut, das heilige Blut Gottes, und somit ein Symbol der Ariosophie.

Heiliger Gral

Die Legende um den Heiligen Gral erscheint im späten 12. Jahrhundert in vielgestaltiger Form in der mittelalterlichen Erzählliteratur im Umkreis der Artussage. Die Geschichte der christlichen Gralslegende und der ritterlichen Gralssuche ist deshalb nur als Literatur- und Mentalitätsgeschichte darzustellen. Der Glaube an einen rätselhaften heiligen Gegenstand, in dem kultische Mysterien und Geheimnisse symbolisiert seien und der sich dem profanen Zugriff der Ungläubigen entziehe, ist auch heute in bestimmten Kreisen noch ungebrochen lebendig.
Die Herkunft des Wortes Gral ist nicht restlos geklärt: Am wahrscheinlichsten ist die Herleitung aus okzitanisch grazal, altfranzösisch graal „Gefäß, Schüssel“, das vermutlich etymologisch auf griechisch krater „Mischgefäß“ (über lateinisch cratalis/gradalis) zurückgeht. Im Altspanischen ist grial ebenso wie im Altportugiesischen gral ein gängiger Begriff für einen Mörser oder ein mörserförmiges Trinkgefäß.

Die Legende der Gralssuche

Der Burggraf von Patelamunt reitet Gahmuret, den er am Wappen erkannt hat, entgegen (UB Heidelberg, Cod. Pal. germ. 339, Blatt 34r) Gahmuret verlässt seine Heimat mit einem Begleiter (UB Heidelberg, Cod. Pal. germ. 339, Blatt 5v)Es gibt keine einheitliche oder originale Fassung der Gralslegende, aber die Überlieferungen haben viele gemeinsame Elemente:
Allen Überlieferungen ist gemeinsam, dass sie den Gral als ein wundertätiges Gefäß in Form einer Schale, eines Kelchs oder eines Steines (lapis) beschreiben. Zusammen mit einer rätselhaften blutenden Lanze wird er in einer unzugänglichen Burg von Gralskönig und Gralsrittern bewacht. Er soll Glückseligkeit, ewige Jugend und Speisen in unendlicher Fülle bieten.
Dieses wunderkräftige und heilige Gefäß, das ewige Lebenskraft spendet, ist jedoch umgeben von einer Gemeinschaft, die unter einem Mangel leidet. Dieser Mangel drückt sich in verschiedenen Bildern aus: dem Siechtum des Königs, der Unfruchtbarkeit des Reiches (Motiv der terre gaste, des „Öden Lands“), der Sterilität der Gralsgemeinschaft. Daher wartet die Gralsgemeinschaft auf einen Helden, der den Gralskönig erlösen und ablösen kann.
Dieser Held, Parzival (auch: Perceval Peredur, Perlesvaus), Gawain, Galahad oder Bors, der in sich größten Heldenmut und eine unschuldige Reinheit vereint, wächst abseits der Welt auf. Ihm fehlt der Sinn für die Wirklichkeit, ein Fehler, den er jedoch durch seine Unschuld oder Naivität wieder ausgleicht, weshalb er auch „tumber Tor“ oder „großer Narr“ genannt wird.
Der Held verlässt sein behütetes Zuhause und wünscht sich, der bedeutendste Ritter seiner Zeit zu werden. Am Hof von König Artus wird schließlich seine Bestimmung erkannt, und obwohl er sich häufig als dummer Narr erweist, wird er zum Ritter geschlagen und in die Gemeinschaft der Tafelrunde aufgenommen. Der Held erwirbt sich Ansehen, erst durch seinen tollkühnen Umgang mit Waffen und dann durch seine naive Art, als er sich einfach auf den „Platz der Gefahr“ setzt, der als tabu gilt und stets für den Auserwählten freigehalten wurde. Damit wird deutlich, dass es sich bei dem Narren nur um den erwarteten Auserwählten handeln kann. In der Artus-Sage ist dieser Platz der Gefahr ein Ort im Wald, an dem ein Amboss steht, in dem ein Schwert steckt, das nur vom legitimen Thronerben des Königs herausgezogen werden kann.
Die Handlungsstränge einzelner Gralslegenden gehen nun etwas auseinander: Entweder reitet der Held alleine los, um sich auf die Suche zu begeben, oder der Heilige Gral erscheint als strahlende Vision am Tisch der Tafelrunde, so dass sich alle Ritter bereit erklären, gemeinsam auf die Suche nach dessen Geheimnis zu gehen. Im Folgenden werden in diversen Variationen die Abenteuer der Ritter geschildert, die verschiedene Aufgaben lösen müssen. Der Held muss sich immer wieder neuen Rätseln stellen, beispielsweise die richtige Frage stellen, sich selbst treu bleiben, eine Burg erobern oder Unrecht rächen. Da in einigen Gralslegenden der Zauberer Merlin als eigentlicher Initiator der Suche nach dem Gral angesehen wird, erscheint er jeweils um helfend einzugreifen.
Ritter, die mit einem Makel behaftet sind, scheitern bei der Gralssuche. Der Held verändert sich während der Gralssuche, er erwirbt sich zu seinem Mut und seiner Unschuld auch Erfahrung.
Zuletzt gelingt es den Rittern gemeinsam oder dem Helden allein, das Geheimnis des Heiligen Grals zu enthüllen. Durch die Taten des Helden wird der Hüter des Grals, der verletzt oder krank ist, geheilt, und das zerstörte Land erblüht wieder zu einem Paradies. Der Held wird der Nachfolger des Gralshüters.
Ursprünge und Elemente der Legende Im Gralsmythos laufen verschiedene Traditionen zusammen. Es handelt sich um eine Mischung aus keltischen, christlichen und orientalischen Sagen und Mythen. Im hochmittelalterlichen Gralsmythos vermischen sich Anliegen des Laienchristentums und des Feudaladels sowie Versatzstücke der christlichen Liturgie (Abendmahlskelch) und des Reliquienkultes (Heilige Lanze) mit den archetypischen Bildern und generationenlangen mündlichen Überlieferungen keltischer und orientalischer Herkunft (z.B. der Kessel der Ceridwen).
Nordfrankreich war über mehrere Jahrhunderte hin ein Schmelztiegel gallisch-keltischer, romanischer, fränkischer und normannischer Bevölkerungsgruppen und ihrer Traditionen. In diesem Umfeld entstand die Artus-Sage.
Die Pilger- und Kriegszüge ins Heilige Land, die dort gesuchten Reliquien und Orte der Passionsgeschichte, die ständige Gefährdung der christlichen Herrschaft in Jerusalem, die Gründung von Ritterorden wie den Templern zum Schutz dieser Herrschaft trugen Stoff zu der Legende bei.
Christliche Elemente
Außerhalb der Gralsromane gibt es eine kirchliche Überlieferung, die Josef von Arimathäa mit dem Kelch in Verbindung bringt. Diese geht auf den Bischof Amalarius von Metz zurück († um 850), der anfing, die Abendmahlsfeier allegorisch zu interpretieren. Der Altar wird hier das Grab Christi, das Altartuch das Leichentuch etc. Fassbar wird diese Überlieferung in Theologen des 12. und 13. Jahrhunderts wie Rupert von Deutz, Hildebert von Tours und William Durand. Von diesen wiederum hat Robert de Boron sein Gralsmaterial übernommen (vgl. Allen Cabaniss: Studies in English, 1963). In der Figur des Josef von Arimathäa kommt eine christliche Strömung zum Ausdruck, die abseits der offiziellen Glaubensrichtung steht. Er repräsentiert ein fernes Echo des Urchristentums, das ohne Amtskirche auskam, und das im Bild der Gralsgemeinde und ihrer Kulthandlung um das Gralsgefäß weiterlebt. Um seine Person herum verkörperte sich die neu aufkommende Strömung der Mysterienfrömmigkeit (etwa seit dem 8. Jahrhundert), die erst zur Zeit ihrer Unterdrückung durch die offizielle Kirche in die literarischen Zeugnisse eingegangen ist.
Sehr früh verband sich der Gral mit der christlichen Tradition der Eucharistie: Der Gral wurde als der Kelch verstanden, den Christus beim letzten Abendmahl mit seinen Jüngern benutzt hat und in dem Josef von Arimathäa das Blut Christi unter dessen Kreuz aufgefangen hat, wie schon früh in apokryphen Evangelientexten erzählt wurde. Der Gral stellt sich damit als eine der zahlreichen mittelalterlichen Blut-Christi-Reliquien dar (Longinuslanze, Turiner Grabtuch, Schweißtuch der Veronika, Eucharistie-Wunder von Lanciano, Blutwunder des Januarius in Neapel).
Ähnlich wie diese Traditionen gehört die Entstehung der Gralslegende mentalitätsgeschichtlich in die Entwicklung der zunehmenden Abendsmahlsfrömmigkeit des 12./13. Jahrhunderts. In dieselbe Zeit fallen auch die Formulierung und Dogmatisierung der Transsubstantiationslehre auf dem Vierten Laterankonzil (1215), die Entstehung des Fronleichnamfestes (1264 von Papst Urban IV. zum Fest der Gesamtkirche erhoben) und die Verdrängung der Kelchkommunion durch Laien (verboten erst 1415 auf dem Konzil von Konstanz, aber schon im Mittelalter zunehmend den Priestern vorbehalten, um die Gefahr versehentlichen Verschüttens des Blutes Christi zu vermeiden).
Die in Gralslegende, Transsubstantiationslehre, Fronleichnam (Fest der leibhaften Gegenwart Christi im Altarsakrament) und Priesterkelch sich ausdrückende Vorstellung von der substanzhaften Gegenwart des Blutes Christi im Abendmahl und seiner Heilswirkung ist geistesgeschichtlich von der scholastischen Hauptkontroverse im Streit zwischen „Realismus“ und „Nominalismus“ bestimmt, dem sog. „Universalienstreit“ - der sich übrigens literarisch in dem Roman „Der Name der Rose“ von Umberto Eco spiegelt.
Keltische Elemente
Wie in die Artusromane sind auch in die Gralslegende alte keltische Motive eingeflossen.
Es existiert eine enge Verbindung zwischen dem Mythos des Heiligen Grals und den verschiedenen Legenden, die sich um König Artus und die Ritter der Tafelrunde ranken. Die Geschichte um das verlorene Paradies und die folgende Gralssuche als der Versuch, das Paradies wieder zu erlangen, stehen häufig im Mittelpunkt der Artuslegenden. Sie bilden oft den Hintergrund für zahlreiche andere Legenden, so z. B. auch für die Geschichte des Zauberers Merlin, die Lebensgeschichte Lancelots oder die Erzählungen von der Fraueninsel Avalon.
Auch das Speisewunder des Grals wird auf Vorstellungen von einem magischen Trink- oder Füllhorn in der keltischen Mythologie zurückgeführt.
Orientalische Elemente Die Vorstellung von Wolfram von Eschenbach, der im Gral einen heiligen Stein sieht, lässt sich an orientalische Steinkulte anschließen.
Auch die Phönix-ähnliche Wiedergeburt ist ein orientalisches Legendenmotiv.
Der Gral in der mittelalterlichen Dichtung Das Motiv des Gral taucht in der europäischen Literatur erstmals zu Ende des 12. Jahrhunderts auf.
Chrétien de Troyes
Die älteste bekannte Gralserzählung ist der unvollendete mystisch-religiöse Perceval-Versroman (Le Conte du Graal) des französischen Dichters Chrétien de Troyes (vor 1150 - um 1190), für den Grafenhof von Flandern zwischen 1179 und 1191 abgefasst. Auf welche Vorformen der Sage er sich stützen konnte, ist unbekannt, sicher ist nur, dass sich Chretien auf eine zuvor existierende Quelle, ein Buch in der Bibliothek des Grafen von Flandern, beruft. So kann man auch nur mutmaßen, ob schon vor Chrétien der Gral mit der Figur des Perceval und der Artussage verbunden war oder ob Chrétien diese Bausteine selbständig zusammenfügte. Chrétien und seine Zeitgenossen kannten die Artuslegenden, die die so genannte „Matière de Bretagne“, den britannischen Sagenkreis bildeten. Die Legenden dieses Sagenkreises waren durchwoben von Begegnungen mit dem Übernatürlichen und mit magischen und mystischen Mächten. Es wird vermutet, dass Chrétien auch die irischen echtrai oder Aventüren, die ersten von Flüchtlingen auf das europäische Festland mitgebrachten keltischen Legenden, kennenlernte.
Der Gral wird von Repanse de Schoye auf einem Tuch präsentiert, Bildausschnitt aus einer Parzival-Handschrift des 13. Jhs.Bei Chrétien ist der Gral eine mit kostbaren Edelsteinen verzierte Goldschale, in der dem Vater des leidenden Gralskönigs (er wird Roi Pêcheur, der Fischerkönig, genannt) in einer feierlichen Prozession eine geweihte Hostie zugetragen wird, die seine einzige Nahrung darstellt. Perceval ist die Aufgabe auferlegt, seinen Onkel, den gelähmten Gralskönig zu erlösen. Er unterlässt es jedoch, die Frage zu stellen, und scheitert; der Roman bricht ab.
Robert de Boron
Die Herkunft und Bedeutung des Grals, die bei Chrétien in mysteriösem Dunkel verbleiben, hat erstmals Robert de Boron am Ende des 12. Jahrhunderts mit christlichen Aspekten ausgestattet: Der Gral sei der Kelch, der beim letzten Abendmahl verwendet wurde und in dem Josef von Arimathäa das Blut Christi vom Kreuze aufgefangen habe, wie es im Nikodemus-Evangelium berichtet wird. Später sei er dann vor den Römern mit dem Gral nach England geflüchtet. Die Lebensdaten von Robert de Boron sowie der Zeitpunkt des von ihm verfassten Roman de l'estoire dou Graal sind heute nicht mehr eindeutig bestimmbar. Es wird vermutet, dass er ihn annähernd gleichzeitig mit Chrétien de Troyes schrieb.
Sehr aufschlussreich ist das ebenfalls von Robert de Boron stammende Werk Joseph d'Arimathie, das Textkritiker zeitlich vor dem Roman de l'estoire dou Graal setzen und das damit das erste Werk ist, das den Gral als den Abendmahlskelch festlegt. Textkritische Untersuchungen an diesem Werk zeigen, dass es auf den Acta Pilati, seit dem Mittelalter oft auch als Nikodemusevangelium bezeichnet, basiert. Wahrscheinlich war der Inhalt der in Byzanz verbreiteten Acta Pilati über zitierende Quellen wie Vindicta Salvatoris oder Cura sanitatis Tiberii in den Westen gekommen. Ein Textvergleich zeigt, dass an den Stellen, wo in den Acta Pilati ein linnenes Grabtuch erwähnt ist, de Boron dieses durch den Abendmahlskelch ersetzt hat. Insbesondere die Stelle, wo Joseph von Arimathia durch Christus besucht wird und von ihm einen Gegenstand überreicht bekommt, ist in beiden Werken mit ähnlichen Worten wiedergegeben, mit dem Unterschied, dass der Gegenstand in den Acta Pilati das Grabtuch und im Joseph d'Arimathie der Abendmahlskelch ist. In den Acta Pilati, 15:6, wird neben dem Grabtuch auch ein Schweißtuch erwähnt, während de Boron schreibt, Joseph von Arimathia hätte durch den Kelch überlebt und wäre dann durch Vespasian befreit worden, welchen das Schweißtuch der Veronika geheilt hätte, d.h. das Schweißtuch ist von de Boron unverändert aus den Quellen übernommen worden, das Grabtuch dagegen in den Abendmahlskelch umgewandelt worden. Die etwa 1225 geschriebene Vulgate Queste, die ihrerseits eine Variante der Werke Robert de Borons ist, lässt aus dem Gral einen unbekleideten Christus erscheinen, was kaum beim Gral als Kelch, sehr wohl aber beim Gral als Grabtuch vorstellbar ist.
Wolfram von Eschenbach
In die deutschsprachige Literatur kommt das Thema etwa zwischen 1200 und 1210 durch Wolframs von Eschenbach Übersetzungsbearbeitung von Chrétiens Roman Parzival. Wolfram erweitert die Erzählung allerdings durch unzählige zusätzliche Quellen. Nicht nur knüpft er aus eigener Initiative und mit großem Nachdruck seinen Helden an das anglonormannische Herrscherhaus Anjou (Plantagenet) und zieht eine zweite Linie vom Gral zur Fürstensippe Gottfrieds und Balduins von Bouillon, sondern nennt auch, um Verwirrung zu stiften oder um eines literarischen Spiels willen, einen Dichter namens „Kyot, den Provenzalen“ (wahrscheinlich Guiot de Provins, ca. 1140/50-1210) als seine Hauptquelle. Sein „Ur-Parzival“ sei auch das mysteriöse Buch in der Bibliothek des Grafen von Flandern, auf das sich Chretien de Troyes berief, der aber vieles missverstanden habe. Kyot wiederum soll in Toledo ein „heidnisches“ Manuskript entdeckt und übersetzt haben, das von einem jüdischen Astronomen namens Flegetanis geschrieben worden sein soll.
Ist der Gral bei Chrétien ein Gefäß, so wird er bei Wolfram als Stein oder Steingefäß bezeichnet, das den Namen lapis exillis trägt, den Gralsrittern Speise und Trank spendet, Verbrennen und Wiedergeburt des Phönix bewirkt, allein durch seinen Anblick eine Woche vor Tod und vor Alter schützt und Ungetauften unsichtbar ist. Seine Kräfte verdankt er einer an jedem Karfreitag von einer Taube vom Himmel gebrachten Hostie, eine eindeutig eucharistische Symbolik. Auf dem Stein erscheinen die Namen der zum Gral Berufenen.
Helinandus
Helinandus Frigidimontis (um 1160 - 1229) berichtet in seiner Chronik von vor 1204, dass ein in Britannien lebender Einsiedler eine Vision von dem Hüter eines Kelches, Joseph von Arimathia, hatte. Mit diesem Kelch soll Joseph von Arimathia das Blut Christi am Kreuz aufgefangen haben.
Moderne Gralsmythen
Die mythische Gralsvorstellung des Hochmittelalters setzt sich ungebrochen bis in die Moderne fort. Bis heute werden Versuche unternommen, seine Geschichte aufzudecken. Die Gralssuche, der in letzter Zeit zahlreiche literarische Versuche und zum Teil auch ernst gemeinte Bücher gewidmet werden, ist somit ein irrationales Signum der gegenaufklärerischen, esoterischen Strömung der Moderne.
Der Gral und Maria Magdalena
Die BBC-Reporter Henry Lincoln, Michael Baigent und Richard Leigh interpretieren in ihrem pseudowissenschaftlichen Buch von 1982 Der heilige Gral und seine Erben das französische „San Greal“ als bewusst verschlüsseltes „Sang real“, also als „königliches Blut“, ein angeblicher Hinweis auf die Verwandtschaft mit Jesus Christus. Demnach wäre Maria Magdalena Gefährtin oder gar Ehefrau Jesu Christi.
Die Autoren beziehen sich dabei unter anderem auf das apokryphe Philippusevangelium, wo in Spruch 55 steht: „Und die Gefährtin von Christus ist Maria Magdalena. Der Herr liebte sie mehr als alle anderen Jünger, und er küsste sie oftmals auf ihren Mund. Die übrigen Jünger […] sagten zu ihm: ‚Weshalb liebst du sie mehr als uns alle?‘“
Weiter wurde spekuliert, dass Magdalena nach dessen Kreuzestod gemeinsam mit Josef von Arimathäa nach Gallien geflohen und dabei von Jesus schwanger gewesen sei. Deshalb soll sie bei ihrer Flucht buchstäblich das Blut Christi mit sich nach Europa getragen haben. Das aus dieser Verbindung entstandene Kind wäre somit der eigentliche Heilige Gral und das größte Geheimnis der Christenheit. In diesem Kind und seinen Nachfahren lebe somit Jesus Christus und sein Blut bis heute fort. Darüber hinaus wird versucht, eine verwandtschaftliche Verbindung des merowingischen Königshauses mit dem Haus David bzw. Jesus zu belegen.
Ursache dieser Spekulationen waren gut gefälschte Dokumente des Franzosen Pierre Plantard (1920–2000), welche die BBC-Reporter für glaubwürdig befunden und aufgegriffen haben. So begann Plantard in den Sechzigerjahren systematisch, Dokumente zu fälschen und sie glaubhaften Stellen, wie Museen, unterzuschieben, wobei er in einigen Fällen sogar begleitende Echtheitszertifikate fälschte. Diese Dokumente wiesen alle auf eine angebliche Geheimgesellschaft Prieuré de Sion hin, die Stammbäume angeblicher Nachkommen von Jesus und Maria Magdalena aufbewahre. Zu diesen Nachkommen sollten die fränkischen Merowinger-Könige gehören und auch Pierre Plantard selbst.
In seinem Roman-Bestseller Sakrileg greift Dan Brown diese Ideen auf und deutet ferner den zart dargestellten Apostel Johannes auf dem Gemälde Das letzte Abendmahl von Leonardo da Vinci als Maria Magdalena. Browns mythische Geschichte verwendet als Elemente die in einigen gnostischen Apokryphen angesprochene Sonderstellung von Maria Magdalena im Kreise Jesu und die Legende, Maria Magdalena habe ihren Lebensabend im heutigen Südfrankreich verbracht. Dieser Roman ist 2006 als Kinofilm „The Da Vinci Code – Sakrileg“ erschienen.
Der Gral als Schale
In einer anderen Interpretation ist der Gral eine Schale, die durch göttliche Fügung in der Ära von König David in einer Höhle unter dem Kreuzigungshügel Golgota vor Feinden versteckt wurde. Sie soll Blutstropfen, die vom Kreuz Jesu hinuntergefallen sind, aufgefangen haben. Eine solche, einst als Gral ausgegebene antike Achatschale wird immer noch in der Schatzkammer der Hofburg in Wien aufbewahrt.
Auch in der Kathedrale von Valencia wird ein Kelch aufbewahrt, der als Gralskelch angesehen wird (=Abendmahlskelch Jesu).
Der Gral als Bundeslade
Eine weitere Variante ist, dass der Gral als Synonym für die jüdische Bundeslade betrachtet wird, in der die zwei von Moses geschriebenen Tafeln mit den 10 Geboten aufbewahrt wurden. Demnach müsste der Gral eher eine eckige Kastenform haben. In dieser Variante sollen dem Gral große spirituelle Kräfte innewohnen, da die Lade bzw. der Gral mehrfach mit Gott in Berührung gekommen sei.
Die Templer als Gralshüter
Wolfgang von Eschenbach bezeichnet die Gralsritter in seinem „Parzival“ als „Templeisen“, woraus einige Autoren folgerten, dass die Templer eine Zeit lang im Besitz und Hüter des Heiligen Grals gewesen sein könnten. Etwa zur gleichen Zeit lässt der anonyme französische Prosaroman „Perlesvaus“ den Gral nach der Zerstörung der Gralsburg verschwinden. Perlesvaus (= Perceval) findet ihn auf einer geheimnisvollen Insel wieder, wo er von Rittern bewacht wird, die ein rotes Kreuz auf weißen Waffenröcken tragen. Aus einer Anklageschrift vom 12. August 1308 wird ersichtlich, dass man sie bezichtigte, steinerne Köpfe als Heiligtümer zu verehren, denen sie die gleichen Eigenschaften und Wunderkräfte wie dem Heiligen Gral zugeschrieben haben sollen. Der Gral sei 1244 bei der Einnahme von Montségur, der Festung der Katharer, in den Besitz der Templer gelangt; die Erzählung des „Perlesvaus“ wird als Hinweis auf eine Verbringung des Grals nach Amerika verstanden. Tatsächlich gibt es aber keine belastbaren Quellen für diese populären Hypothesen. Dass die Katharer, die alles Materielle und insbesondere auch die Reliquienverehrung ablehnten, im Besitz des Grals waren, ist ebenso unwahrscheinlich wie die Überquerung des Atlantiks durch die Templer. Setzt man den Gral allerdings mit dem „Santo Cáliz“ von Valencia und den Gralskönig Anfortas mit Alfonso I. von Aragon gleich (der in der okzitanischen Landessprache „Anforts“ hieß), ergibt der Hinweis auf die Templer Sinn, denn Alfonso war ein großer Förderer des Ordens und vererbte ihm ein Drittel seines Reiches. Unklar bleibt allerdings, wie Wolfram von Eschenbach hiervon Kenntnis erlangt hat, denn sein Bericht über einen Heiden Flegetanis, der die Kunde vom Gral in den Sternen las, und einen historisch nicht nachweisbaren Provenzalen Kyot, der all dies an Wolfram vermittelt haben soll, wird von der heutigen Germanistik als Fiktion angesehen.
Die Gralsburg – Identifizierungsversuche Es gibt keinen sicheren Hinweis darauf, dass der Mythos einer Gralsburg von einer bestimmten historischen Festung ausgegangen ist. In den Legenden wird sie als versteckt und nahe einem Fluss oder See gelegen geschildert. Nach dem Eintritt der Verwüstung des Landes kann sie nur von einem Menschen reinen Herzens gesehen werden. Das Innere der Burg ist in einigen späten Versionen reich mit Juwelen und Edelsteinen geschmückt. Es existieren zahlreiche alte, als heilig geltende Orte und Gebäude, auf die die Beschreibungen zum Teil zutreffen.
Nach der Gralsburg wurde und wird immer wieder von neuem als real existierende historische Stätte gesucht. Vorwiegend werden Kirchen, Türme, Burgen und Festungsruinen in England und Wales mit der Gralsburg in Verbindung gebracht, aber auch an einige Orte in den spanischen und französischen Pyrenäen knüpfen sich Gralssagen. Die spätere (vor allem englische) Verschmelzung von Artus- und Gralssage führt dazu, dass der Gral auch an Orten gesucht wird, zu denen Artus eine besondere Beziehung hat (z. B. Glastonbury, Winchester Castle).
Folgende Orte werden oft genannt:

Die gesamte Umgebung von Glastonbury im Südwesten Englands, wo in der Abtei noch heute zur Weihnachtszeit ein wundersamer Dornenstrauch blühen soll und wo angeblich 1190 die sterblichen Überreste von Artus und Guinevere entdeckt wurden. An der Stelle der im selben Ort befindlichen St. Mary's Chapel soll der Überlieferung nach von Joseph von Arimathia die erste Kirche Europas erbaut worden sein. Der Glastonbury Tor gilt heute noch als der heiligste Ort Britanniens bzw. als die Verkörperung Avalons. An seinem Fuß befindet sich der Chalice Well (Kelchbrunnen), der bekannteste aller Brunnen, die je mit dem Gral in Verbindung gebracht wurden. Dass der Brunnen seit Menschengedenken noch nie versiegt ist, soll damit zusammenhängen, dass einst der Heilige Gral in ihm versteckt wurde. Winchester Castle in Südengland, in dem heute ein runder Tisch aus dem 13. Jahrhundert gezeigt wird, der mindestens seit dem 16. Jahrhundert als derjenige der Tafelrunde König Artus' galt. St. Michael's Mount in Cornwall, Südengland. Montségur in den französischen Pyrenäen, die letzte Rückzugsfestung der Katharer-Ritter, die 1244 im Albigenserkreuzzug eingenommen wurde. Es gibt ein Gerücht, dass einige der belagerten Zitadelle entfliehen und dabei „den Schatz der Katharer“ retten konnten. Tatsächlich basiert diese u.a. von Otto Rahn vertretene Hypothese aber nur auf einem schwachen etymologischen Argument, denn der unübersehbare Montségur hat nichts gemein mit der versteckten Gralsburg und galt auch den Katharern erst als Zuflucht, als Wolfram den „Parzival“ bereits geschrieben hatte. Munsalvaesche (okzitan. Montsalvasch, „Heilsberg“, oder Montsauvage, „Wilder Berg“) nennt Wolfram die Gralsburg. Es ist ungeklärt, ob dies mit einem Ort in den spanischen Pyrenäen zu identifizieren ist. Einer anderen Spekulation zufolge könnte das Vorbild für die Gralsburg die Burg Wildenberg im Odenwald sein, an deren Kamin Wolfram von Eschenbach gerne zu Gast war und dort angeblich sogar Teile seines Parzival vorgetragen, wenn nicht gar geschrieben hat, denn er spielt an einer Stelle seiner Dichtung auf den riesigen Kamin an, der noch heute zu besichtigen ist.
San Juan de la Peña, wo laut Legende der Heilige Gral aufbewahrt wurdeSan Juan de la Peña, ein Bergkloster in den spanischen Pyrenäen, das versteckt unter riesigen überhängenden Felsen am Boden eines tief eingeschnittenen Flusstales liegt und nur von Ortskundigen zu finden war. Laut den Überlieferungen und zeitgenössischen Klosterurkunden, deren älteste aus dem Jahre 1134 stammt, verehrten dort im Mittelalter Pilger die Reliquie des Santo Cáliz (heute in Valencia) als den Heiligen Gral. Wie Hans-Wilhelm Schäfer in Kelch und Stein und Michael Hesemann in Die Entdeckung des Heiligen Grals aufzeigen, gibt es tatsächlich auffällige Parallelen zwischen den Beschreibungen der Gralsburg und San Juan de la Peña, das zu Füßen des Mons Salvatoris liegt, der in der okzitanischen Landessprache Aragons auch Mont Salvatge hieß. Auch den Gralskönig Amfortas gibt es hier in Gestalt des aragonischen Königs Alfonso I. „el Batallador“, in der Landessprache Anforts genannt, der 1134 zum Sterben in das Kloster gebracht wurde. Sein treuester Gefährte war der französische Ritter Rotrou Perche de Val, den Michael Hesemann als den historischen Perceval identifizierte. In der Kathedrale von Valencia wird in einer Seitenkapelle ein Kelch aus Achat (Santo Cáliz) als Reliquie aufbewahrt, der von den Gläubigen als der Heilige Gral verehrt wird. Er trägt tatsächlich eine arabische Inschrift, die unterschiedlich interpretiert wird. Der spanische Archäologe Antonio Beltrán las li-z-zāḥira, Schäfer dagegen al-labṣit aṣ-ṣilliṣ, was mit der wolframschen Angabe „lapsit exillis“ übereinstimme. Letzteres ist allerdings vom arabischen Vokabular her sinnlos, „lapsit exillis“ ist vermutlich ein von dem des Lateinischen nicht mächtigen Wolfram korrumpiertes lapis ex coelis - „Stein aus dem Himmel“. Experten datieren den mörserförmigen Steinbecher in das 1. Jahrhundert vor Christus. Auch Hesemann trägt die Hypothese vor, der in Valencia aufbewahrte Kelch sei der Abendmahlskelch Jesu, der in frühchristlicher Zeit von den Päpsten in Rom aufbewahrt wurde und von dort nach Spanien gelangte. Bei einem Besuch Benedikts XVI. in Valencia im Juli 2006 wurde der „Santo Cáliz“ dem Papst präsentiert, der am nächsten Tag mit ihm vor einer Million Menschen eine hl. Messe feierte. Die spätantike Achatschale, eines der beiden „unveräußerlichen Erbstücke des Hauses Habsburg“, befindet sich in der Schatzkammer des Kunsthistorischen Museums in der Wiener Hofburg. Sie wurde lange Zeit für den Heiligen Gral gehalten, da sie eine feine Äderung besitzt, die als geheimnisvolle Schrift interpretiert wurde.


Göttergeschlecht und Tiermenschengeschlecht


Ein Göttergeschlecht kam vor Urzeiten auf die Erde und vermischte sich mit den Tiermenschen, sie züchteten die Tiermenschen empor, lange herrschten die Gottmenschen über die Tiermenschen, die sie sich als Diener hielten, doch dann wurde ein illegales Kind gezeugt, von einem der höchsten Gottmenschen und einem Tiermenschen, dieses raubte das heilige Siegel, das Geheimwissen des Göttergeschlechtes, und gründete eine eigene tiermenschliche Bruderschaft, ein ewiger Krieg entbrannte fortan zwischen der weissen Bruderschaft der Gottmenschen und der schwarzen Bruderschaft der Tiermenschen.

Alle Kriege der Weltgeschichte waren Vernichtungskriege dieser 2 Bruderschaften.
In allem findet sich dieser Konflikt zweier Bruderschaften durch die Jahrtausende.


Die bevorstehende Schlacht an der weissen Birke
Burg in Westfalen


Nach einer alten Prophezeiung wird in den Trümmern der heutigen Welt eine Endschlacht zwischen Gottmenschen und Tiermenschen, zwischen Göttern und Dämonen entbrennen, die "Schlacht an der weissen Birke", am Hellweg in Westfalen.

Nach einem verheerenden Angriff der Dämonen wird ein Eliteheer der NEUTEMPLER, aus allen Ländern der Welt, erscheinen, die wankenden Reihen festigen und den Gegenangriff gegen das sich im Siegestaumel befindende Tiermenschenheer führen, der Führer der Dämonen, der leibhaftige Teufel wird von NEUTEMPLERN gefangen werden, die Sieger werden auf einer BURG IN WESTFALEN die PSALMEN TEUTSCH beten, dann wird Frauja-Christus erscheinen und das 1000jährige Friedensreich von Atlantis (gemäss der Apokalypse des Johannes) aufrichten.


Das Vermächtnis der Sonnenkönige von Atlantis


Die ARIOSOPHIE ist:
das Vermächtnis der Sonnenkönige von Atlantis